11. August 2016 – Das Sorgenkind im Fürther Stadtbild, die Willy-Brandt-Anlage, muss umgestaltet werden, um den alten Baumbestand und die Grünanlage zu retten. Die Fertigstellung des Parkhauses und die anschließende Umsetzung des Sanierungskonzepts kann jedoch noch mehr als 5 Jahre dauern. Zu lange für die geschundene Grünanlage. Die Rasenflächen werden durch immer breiter werdende „Trampelpfade“ von Fußgänger- und Radfahrer*innen zurückgedrängt, die Grünanlage wird immer weiter zerstört. Bis zur umfassenden Umgestaltung muss dringend eine Zwischenlösung gefunden werden.
Die im Antrag genannten Maßnahmen schonen die Grünanlage, da die Nutzung der angrenzenden Gehwege und Straßen für Fußgänger- und Fahrradfahrer*innen wieder attraktiver wird. Der „Verkehr“ innerhalb der Grünanlage wird dadurch verringert und diese kann damit bis zur Fertigstellung des Parkhauses und der endgültigen Umgestaltung aufgewertet werden.
Deshalb stellen wir zur Sitzung des Bau- und Werkausschusses am 14. September 2016 folgenden
A n t r a g :
Wir betragen daher Verbesserungen für Fußgänger- und Radfahrer*innen auf den bestehenden Gehwegen und Straßen, damit diese wieder verstärkt genutzt werden, kein Ausweichen in die Grünanlage erfolgt und sich die Rasenflächen wieder erholen können. Hierzu sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
• Die Richtung der Einbahnstraßen zwischen Gabelsberger Straße und Luisenstraße soll umgekehrt werden, somit wird erreicht, dass die Radfahrer*innen nicht mehr „über Kreuz“ fahren müssen. Um die Situation weiter zu verbessern, sollen diese beiden Straßen (Rudolf-Breitscheid-Str. bzw. Königswarterstraße) zudem als Fahrradstraßen ausgewiesen werden, analog zur Ludwigstraße am Südausgang des Hauptbahnhofs.
• Für Fußgänger*innen sind an beiden Straßen Gehwege vorhanden. Diese kann man mit einfachen Mitteln fußgängerfreundlicher gestalten: Die Schilder, die aktuell als Hindernisse im Gehweg stehen, werden entfernt und an die Häuserfront gerückt. Im Moment werden die Schilder zudem zum Anschließen und Abstellen von Fahrrädern genutzt, was zu weiteren Einschränkungen für die Fußgänger*innen führt. Daher soll auf einem Parkplatz vor dem
Ärztehaus bzw. der Apotheke ein Fahrradständer installiert werden, die Fahrräder verengen somit künftig nicht mehr den Gehweg.
• An der Luisenstraße und der Kirchenstraße sollen entsprechende deutliche Wegweiser für Fußgänger- und Radfahrer*innen angebracht werden.
• Der Zugang zur Rasenfläche von der Fürther Freiheit kommend wird mit einem sog. „Schiller-Band“ unterbunden. Ziel ist es, dass möglichst viele Radfahrer*innen die so geschaffenen verbesserten Wege nutzen, statt wie „gewohnt“ einfach geradeaus auf die Rasenfläche fahren. Die überbeanspruchten Rasenflächen werden neu angesät, bis zur endgültigen Klärung der weiteren Vorgehensweise.
Dieser Antrag als pdf-Datei: Antrag BWA – Schnell und kostengünstig umsetzbare Maßnahmen für Fußgänger- und RadfahrerInnen bis zur grundlegenden Sanierung der Willy-Brandt-Anlage





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