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02Feb

Erklärung zum neuen Einkaufszentrum

Hier geht’s direkt zu unserer Erklärung im PDF-Format

Die Planungen zu einer “Neuen Mitte” haben die Stadtöffentlichkeit in den letzten Jahren immer wieder bewegt. Dabei zeigte sich häufig ein unsensibler Umgang mit unserer Innenstadt seitens SPD um Oberbürgermeister Jung.

Zeitweise wurden Pläne verfolgt, nach denen ein völlig über­dimensioniertes Center mit 25.000m² Verkaufs­fläche den übrigen Einzel­handel der Innen­stadt völlig ausgeblutet hätte.

Die Rudolph-Breitscheid-Straße wäre den Investoren geopfert, wertvolle und denkmal­geschützte Gebäude zerstört und der öffentliche Raum zugunsten eines Konsum­tempels zurückgestutzt worden.

Das alles konnte – nicht zuletzt durch Druck von uns GRÜNEN und der Bürgerinitiative Bessere Mitte – verhindert werden. Die aktuellen Planungen sind sehr viel näher an unseren Vorstellungen für eine nach­haltige Ent­wicklung der Innen­stadt. Dennoch scheinen die Verant­wortlichen nicht aus vergangenen Fehlern gelernt zu haben: Das neue Verfahren zur Auswahl eines Investors für die Areale Fiedler und Wölfel (Luftbild) ist undurchsichtig. Finanziell kommen in einer ohnehin schon schwierigen Lage neue Probleme auf die Stadt hinzu. Ein klares, zukunfts­weisendes Konzept ist nicht zu erkennen.

Wir finden: Die BürgerInnen müssen in so einen wichtigen Entscheidungsprozess eingebunden werden! Die Stadt muss ein hochwertiges und vielfältiges Angebot sicherstellen! Fürth darf seine Innenstadt nicht leichtfertig unter Wert verkaufen. Unsere einzelnen Forderungen haben wir in einer Erklärung formuliert, die wir hier ungekürzt veröffentlichen. weiterlesen »

13Nov

Resolution zum Flächenverbrauch bei städtischen Wohnbauprojekten

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Kreisverband Fürth-Stadt
Resolution zum Flächenverbrauch bei städtischen Wohnbauprojekten

Anlässlich der Jahreshauptversammlung 2010 sprechen sich die Fürther Grünen über den Flächenverbrauch bei städtischen Wohnbauprojekten aus:

Die Grünen begrüßen den Zuzug von NeubürgerInnen, welche die Qualität einer städtischen Infrastruktur, gepaart mit viel Erholungsraum zu schätzen wissen, und möchten diesen auch weiterhin fördern.

Die Innenstadt verfügt noch immer über Potenzial für attraktiven Wohnraum. Die Grünen fordern daher eine Stadtplanung, die gezielt auf Bedürfnisse einer wachsenden Bevölkerung und den demographischen Wandel eingeht. Dies bedeutet Schwerpunkte wie Kinder- und Familienfreundlichkeit, Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung und SeniorInnen sowie eine gute öffentliche Nahverkehrsanbindung inkl. Radwege und Infrastruktur für die alltägliche Versorgung (wie Einkaufsmöglichkeiten, Cafes, Kitas, Ärzte) vor Ort.

Dabei soll Wohnraum für potenzielle MieterInnen ebenso wie für EigentumsinteressentInnen angeboten und entsprechend umsichtig vermittelt werden. Die Grünen legen großen Wert darauf, dass Sanierung dem Neubau von Wohnraum vorzuziehen ist. Grundsätzlich muss beides nach ökologischen Kriterien erfolgen. Um die ökologische Sanierung zu fördern, braucht es Anreize sowie eine professionelle Beratung und Unterstützung für EigentümerInnen und Kaufinteressierte. Die Mietwohnungen müssen auch bei sanierten Wohnungen mit sozial verträglichen Mietpreisen angeboten werden.
Durch Umwidmung von Gewerbeimmobilien und Verkaufsangebote von Wohneigentum finden sich in der Innenstadt und den Stadtteilen noch immer Möglichkeiten für Ansiedlung.

Das Bauen in Stadtrandlagen halten die Grünen weder für notwendig noch für sinnvoll.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema zeigt allerdings eine weitere Facette auf, unter deren Gesichtspunkt die Grünen in Notfällen kompromissbereit sind. Gegenüber der Alternative, dass InteressentInnen sich dann für Wohnbau auf dem flachen Land entscheiden würden, stellt das Wohnen am Stadtrand durchaus eine Chance zur Verbesserung der globalen Ökobilanz dar. Bedingungen: Neubaugebiete sind mit attraktiven Verbindungen ans ÖPNV-Netz anzubinden. Die Gebäude sind nachhaltig nach neuesten ökologischen Standards zu bauen nach Vorgaben der Energie-Einsparverordnung -30%, mit Nutzung von Solarenergie und Regenwasser, Begrünung bei Flachdächern,…..
Bei der Ausweisung der Baufläche muss mit äußerster Zurückhaltung vorgegangen werden. Mindestens die Hälfte der jeweiligen Freiflächen muss zur Naherholung erhalten bleiben, für die versiegelten Flächen ist ein Ausgleich zu schaffen.

Der demographischen Wandel würde bei zu vielen Neubauten sonst in einigen Jahren Leerstände erwarten lassen, was fatalerweise auf die Innenstadt zurückfallen würde.

Auszüge veröffentlicht in den Fürther Nachrichten:
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/lieber-sanieren-als-neu-bauen-1.316262

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