Es gibt ein Mediationsergebnis zum Bebauungsprojekt in der Austraße/ Ecke Flößaustraße, das im Bau- und Werkausschuss am 12. April und im Stadtrat am 18. April vorgestellt wurde.
Die Mediation war vom Gericht angeregt worden, da sich die Vorstellungen der Stadt und des Bauträgers hinsichtlich des Ausmaßes der Bebauung stark unterscheiden. Der Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1964 – einer Zeit, in der Natur- und Denkmalschutz noch nicht den heutigen Stellenwert hatten. Für die Umsetzung des ursprünglich geplanten Bauvorhabens des Bauträgers „Bauhaus – Liebe und Partner“ mit drei großen Mehrfamilienhäusern und Tiefgarage hätten viele alte Bäume gefällt werden müssen, die alte Villa wäre nicht mehr sichtbar gewesen. Mit dem alten Bebauungsplan wäre das Projekt jedoch vereinbar gewesen.
Doch das Mediationsergebnis verwundert: Merkwürdigerweise erlaubt dieses dem Bauträger sogar, mehr Quadratmeter Geschossfläche auf dem Grundstück zu bauen als im veralteten Bebauungsplan vorgesehen, gleichzeitig widerspricht er dem einstimmigen Beschluss des Bau- und Werkausschusses vom Mai 2017, der die Grundlage für das Mediationsverfahren bilden sollte. GRÜNEN-Stadträtin Waltraud Galaske erklärt: „Nach unserer Auffassung war das Ziel der Mediation eine Reduzierung der Bebauung, um die Sicht auf die historische Villa und den größten Teil des gefährdeten Großbaumbestands zu erhalten.“ Daher lehnt die GRÜNEN-Stadtratsfraktion den Entwurf ab. Die GRÜNEN-Stadträt*innen werden sich auch weiter dafür einsetzen, dass der Baumbestand so weit wie irgend möglich geschützt wird und die Sicht auf die alte Villa frei bleibt.
Alleine die Tatsache, dass auch die großen Fraktionen inzwischen erkennen, dass Grünflächen und Bäume einen großen Stellenwert im Stadtbild haben und auch die Stadt inzwischen auf Werte wie Baumschutz achtet und bei Fragen der Nachverdichtung behutsamer vorgeht, ist das Verdienst jahrelanger Arbeit von Umweltverbänden und GRÜNEN.





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