2. November 2018 – Das Budget für die Jugendarbeit an Schulen (JaS) wird im Haushaltsjahr 2019 deutlich erhöht – eine Reaktion auf eine Initiative der GRÜNEN‐Stadtratsfraktion.
Der familiäre und soziale Hintergrund von Kindern und Jugendlichen ist mitentscheidend für den schulischen Erfolg. Deshalb soll die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) die Chancen für eine positive Persönlichkeitsentwicklung fördern und so dazu beitragen, die schulischen Chancen von Kindern zu verbessern, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen und denen es an Unterstützung fehlt. Aber auch Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Aggressionspotenzial, Versagensängsten oder mangelndem Selbstwertgefühl sowie aus Zuwandererfamilien stehen im Fokus der Jugendsozialarbeit an Schulen. Der Kontakt kann direkt vor Ort in der Schule hergestellt werden ‐ also dort, wo solche Schwierigkeiten oft zuerst offenkundig werden, weil sie sich auf die Leistungen oder das Sozialverhalten auswirken.
Auch an den Fürther Schulen ist das sozialpädagogische Fachpersonal längst nicht mehr wegzudenken, sei es bei der Unterstützung in Krisensituationen oder in der ebenso wichtigen Präventionsarbeit. Das nötige Budget reichte allerdings in der Vergangenheit vielerorts nicht aus, um pädagogische Materialien, Projekte, Ausflüge, Honorare und Veranstaltungen zu finanzieren, erklären die Fürther GRÜNEN‐Stadträt*innen: „Eine GRÜNEN‐Anfrage zum Verwaltungshaushalt 2018 hat ergeben, dass die Mittel für die Jugendsozialarbeit an Schulen in den Nachbarstädten ein Vielfaches der in Fürth eingeplanten Gelder betragen. Während die Mitarbeiter in den Nachbarstädten pro Stelle eigenständig über ein jährliches Budget von 1.000 bis 2.000 Euro verfügen können, standen in Fürth dagegen pro JaS‐Fachkraft nur 181,25 € im Jahr für diese Zwecke zur Verfügung.“
Mit einem Antrag zum Ausschuss für Jugendhilfe‐ und Jugendangelegenheiten im Juli 2018 wollte die GRÜNEN‐Stadtratsfraktion daher eine Erhöhung der Mittel für die Jugendsozialarbeit an Schulen erreichen.
Die GRÜNEN‐Stadträt*innen erklären ihren Vorstoß: „Unser Ziel war es nicht nur, die Mittel an die Verhältnisse in den Nachbarstädten anzupassen. Angesichts der bereits erfolgten Ausweitung auf mittlerweile 16 Schulen, der wachsenden Aufgabenfülle und der stetig steigenden Schüler*innen-Zahlen war es einfach an der Zeit, dass auch Budget der JaS wächst. Es kann nicht sein, dass das komplette Jahresbudget für eine Schule nicht einmal ausreicht, um etwa eine Handpuppe für die Präventionsarbeit in einer Grundschule zu kaufen, oder dass kleine Siegerpreise für ein Fußballturnier über Elternspenden finanziert werden müssen.“
Der Ausschuss befürwortete noch vor der Sommerpause eine Erhöhung und im neuen Haushaltsplan für 2019 steht es nun schwarz auf weiß: An den genannten Stellen wurde das Budget für die Jugendsozialarbeit an Schulen deutlich erhöht, im Schnitt mehr als verdoppelt.*
Ein schöner Erfolg für die GRÜNEN‐Stadtratsfraktion: „Wir sind überzeugt, dass es den Sozialpädagog*innen in der Jugendsozialarbeit an Fürther Schulen nun noch besser gelingen wird, professionelle Hilfen zu geben und so die Bildungschancen und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler*innen zu verbessern.“
*Unteramtsbudget 4522 „Jugendsozialarbeit an Schulen“: Budgeterhöhungen zu Schulwandern, Fahrten, Wettbewerbe, Preise, Lebensmittel, Öffentlichkeitsarbeit, Honorare, sonstige Schulaufwendungen gegenüber 2018.
- Mehr Mittel in Haushalt für 2019 eingestellt
- Jugendsozialarbeit an Schulen als wichtiges Element im Schulalltag, dennoch bisher
unterfinanziert- GRÜNEN‐Stadtratsfraktion beantragte im Juli 2018 Erhöhung der Mittel
Diese Pressemeldung als pdf-Datei: 2018_11_02_ PM_GRÜNEN-Stadtratsfraktion erreicht Erhöhung der Mittel für Jugendsozialarbeit an Schulen





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