Der Fürther Bahnhof wurde an einen Investor verkauft. Das heißt: Bahn frei für die Sanierung! „Es ist wirklich höchste Zeit, dass man sich dieses Themas annimmt und den Fürther Hauptbahnhof aus dem Dornröschenschlaf weckt. Von einem Abriss des denkmalgeschützten Vorgebäudes ist offensichtlich keine Rede mehr – und das ist gut so!“, meint GRÜNEN-Stadtrat Kamran Salimi.
Schon im Rahmen des Metropolmarathons 2012 hatten die GRÜNEN dem damaligen Bahnchef Grube ihre Forderungen für eine Umgestaltung und Modernisierung des Bahnhofs übermittelt. Bereits damals hatten die GRÜNEN das Potenzial des Gebäudes erkannt und forderten eine sachgerechte Sanierung des Stadtbild prägenden Bauwerks inklusive solcher Selbstverständlichkeiten wie einer behindertengerechten Toilette und weiterer Umgestaltungsmaßnahmen. Aber auch ein angemessener Wartebereich und die eventuelle Nutzung der Räumlichkeiten beispielsweise durch Lebensmitteleinzelhandel und kulturelle Zwecke wurden schon damals von grüner Seite vorgeschlagen. Zusätzliche Fahrradabstellplätze auf beiden Seiten des Bahnhofs sollten mit einer Mobilitätszentrale (Car-Sharing, Leihfahrräder etc.) kombiniert werden. Damals galten bei vielen Bürger*innen solche Forderungen noch als grüne Utopien, heute gehören sie fast zum guten Ton jeder Großstadt.
In all den Jahren, die seitdem vergangen sind, beobachteten die GRÜNEN-Stadträt*innen mit Sorge den Stillstand, sensibilisierten frühzeitig für die Notwendigkeit der weiteren sinnvollen öffentlichen Nutzung und versuchten mit verschiedenen Anträgen, die Revitalisierung dieses denkmalgeschützten Wahrzeichens in eine gute Richtung voranzutreiben.
Als der Verkaufswunsch der Deutschen Bahn im letzten Jahr bekannt wurde, erarbeitete die GRÜNEN-Stadtratsfraktion ein 3-Komponenten-Konzept, das zum Ziel hatte, Angebote aus den Bereichen Kunst und Kultur, Soziales und Jugend anzusiedeln, um einen Ort zu schaffen, an dem interkulturelle und integrative Begegnung generationsübergreifend stattfinden kann. „Vermutlich lassen sich nicht alle Ideen bei der Neugestaltung des Bahnhofs umsetzen. Doch mit der Alten Feuerwache befindet sich ein Gebäude im Besitz der Stadt, in dem die Nutzungen verwirklicht werden können, auf die aus Platzgründen im Bahnhofsgebäude verzichtet werden muss“, erläutert Kamran Salimi.
Mit dem Verkauf des Hauptbahnhofs an einen potenten Investor, der den Bestand des denkmalgeschützten Gebäudes zu schätzen weiß, endet nun die viel zu lange Episode, in der eines der auffälligsten Gebäude im Fürther Stadtbild sträflich vernachlässigt wurde.
Typisch Fürth ist allerdings, dass die Pressekonferenz stattfindet, ohne dass der Stadtrat über das Konzept informiert wurde! Ein Unding, wie Kamran Salimi findet: „Dass die Stadtspitze nun in einer Pressekonferenz Journalisten früher über Details des erfolgten Verkaufs informiert als die Stadträt*innen, zeigt einmal mehr das Selbstverständnis des Fürther Oberbürgermeisters und den Umgang mit grünen Ideen und dem Stadtratsgremium.“





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