Kompromisse gesucht – Erhalt des Mittelalter-Weihnachtsmarkts in voller Größe

Ein wichtiger Bestandteil des Fürther Weihnachtsmarkts ist der Mittelaltermarkt. Anfang April hat das Marktamt die Organisator*innen informiert, dass die Fläche für den Mittelaltermarkt 2019 deutlich kleiner ausfallen soll, obwohl ihnen die Stadtspitze im letzten Jahr sogar eine Vergrößerung in Aussicht gestellt hatte. Dazu GRÜNEN-Stadträt*in Dagmar Svoboda: „Offenbar fühlt sich die Stadt nicht an diese Aussage gebunden und wollte die Fläche für den Mittelaltermarkt verkleinern. Ein dauerhaftes Verkleinern der zur Verfügung stehenden Fläche würde jedoch die Existenz des Mittelaltermarkts in Fürth gefährden.“ Zusammen mit dem dort stattfindenden sehr attraktiven Kulturprogramm hat der Mittelaltermarkt sicher einen großen Teil zur Wahl des Fürther Weihnachtsmarkts zum schönsten Weihnachtsmarkt Bayerns 2018 beigetragen.

Am 5. April haben daher die GRÜNEN-Stadträt*innen den Antrag zum Kirchweihausschuss gestellt, dass der Mittelaltermarkt in gewohnter Größe erhalten bleiben soll und am 9. April einen ausführlicheren Ergänzungsantrag hinterhergeschoben. Denn der Erhalt des Mittelaltermarkts darf auch nicht zu Lasten von Busverkehr, nutzbaren Fahrradwegen oder der Konrad-Adenauer-Anlage gehen.

Als Begründung für die notwendige Verkleinerung des Mittelaltermarkts wird der neue Fürther Wochenmarkt angeführt. Als Mitglied im Ausschuss für Kirchweihen, Märkte und ähnliche Veranstaltungen ruft Dagmar Svoboda zur Kompromissbereitschaft auf: „Niemand kann wollen, dass der neue Fürther Wochenmarkt zum Ende des Mittelalter-Weihnachtsmarkts führt. Mit der Planung und Umsetzung des neuen Wochenmarkts war klar, dass das Auswirkungen auf die Veranstaltungen auf der Fürther Freiheit haben würde. Ich bin aber überzeugt, dass man mit einer gewissenhaften Umplanung erreichen kann, dass der Mittelaltermarkt in gewohnter Größe erhalten bleiben kann und dennoch alle kommunalen Interessen wie z.B. einen funktionierenden Busverkehr in die Innenstadt abgedeckt werden. Hier müssen sich alle Beteiligten noch einmal Gedanken machen.“

Bei einer Sperrung der Bustrasse und der Bushaltestellen „Fürther Freiheit“ in der Gustav-Schickedanz-Straße und einer Umleitung der Busse ist beispielsweise eine Grundaufgabe des öffentlichen Nahverkehrs ad absurdum geführt, wie Dagmar Svoboda erklärt: „Gerade während einer Großveranstaltung ist es wichtig, dass die Fürther Bürger*innen mit dem ÖPNV anreisen können, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Auch für den Einzelhandel ist es wichtig, dass die Kund*innen sich in der umsatzstärksten Zeit des Jahres auf einen funktionierenden ÖPNV verlassen können. Gerade ältere Menschen müssten lange beschwerliche Fußwege in Kauf nehmen. Hier müssen andere Lösungen gefunden werden.“

In ihrem Antrag hat die GRÜNEN-Stadtratsfraktion Möglichkeiten für Überlegungen zu den notwendigen Umplanungen vorgegeben: Von einer Reduktion des „normalen“ Weihnachtsmarkts über das Tauschen der Flächen von Mittelaltermarkt und Eislauffläche / Weihnachtspyramide.

Die Verwaltung wird im nächsten Finanz- und Verwaltungsausschuss entsprechende Vorschläge vorlegen.

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