Denkmalschutz

Endlich ein betreutes Taubenhaus in Fürth!

Wir haben lange darauf hingearbeitet und nun wurde in einem Gebäude der WBG tatsächlich das erste betreute Taubenhaus in Fürth eingerichtet. Ehrenamtliche sorgen durch die Entnahme von Eiern für Geburtenkontrolle und Tierschutz und kümmern sich um verletzte Tiere. So kann man tierschutzgerecht die Population wild lebender Tauben im Stadtgebiet dezimieren und Schäden durch Taubenkot zu verringern.

Für diese Neuerung lässt sich zwar der Fürther Oberbürgermeister in den Medien feiern; doch als die GRÜNEN-Fraktion vor über fünf(!) Jahren im Februar 2020 den Antrag im Umweltausschuss gestellt hat, ein solches Taubenhaus auch in Fürth einzurichten, wurde sie belächelt und der Antrag wurde abgelehnt. Seitdem haben die GRÜNEN-Stadträt*innen immer wieder neue Anläufe unternommen und mehrfach entsprechende Anträge gestellt. Mal fehlte angeblich das Personal, mal der Standort. Bemühungen der GRÜNEN-Fraktion, ein Projekt zusammen mit der Geschäftsführerin des Complex-Gewerbehofs umzusetzen, wurden erst im letzten Jahr noch abgelehnt. Davon, dass die WBG parallel (wie in einem Pressebericht zu lesen war) angeblich jahrelang nach Standorten gesucht hat, war weder bei den Sitzungen zu den GRÜNEN-Anträgen noch im WBG-Aufsichtsrat jemals die Rede.

Natürlich steht im Mittelpunkt die erfolgreiche Umsetzung. Egal, wer die Idee hatte, wichtig ist doch, dass man sich in Fürth endlich um die Tauben kümmert“, kann man Social-Media-Kommentaren lesen. Doch so ganz egal ist es nicht, von welcher Partei der Anstoß dazu kam. Halbwahrheiten sind besonders tückisch, weil sie wichtige Aspekte auslassen oder verzerren, aber dennoch nicht falsch sind. Dadurch erwecken sie den Anschein der Wahrheit, bilden aber nur einen Teil der Realität ab. Gezielt eingesetzt werden so Meinungen manipuliert und letztendlich Wahlentscheidungen beeinflusst. Und genau deshalb ist es notwendig, darauf zu verweisen, wenn in den Erzählungen des Oberbürgermeisters Fakten weggelassen werden.

Wir hoffen nun, dass das erste Projekt ein Erfolg wird und nach und nach im Stadtgebiet Fürth weitere geeignete Standorte in der Nähe von Taubenpopulationen gefunden werden können, z.B. in/auf Parkhäusern, Türmen, Dachstühlen von Verwaltungsgebäuden oder auch auf Flachdächern.

Gerade in einer Stadt wie Fürth mit einem großen Reichtum an denkmalgeschützten Bauten sind Verunreinigungen durch Taubenkot ein großes (und kostspieliges) Ärgernis – vor allem, wenn dieser durch eine falsche Ernährung (gut gemeintes Füttern mit trockenem Brot, anderen Gebäckresten oder Pommes) besonders aggressiv zur Bausubstanz ist.

In den Taubenschlägen werden die Stadttauben mit artgerechtem Futter versorgt. Die Eier werden aus den Gelegen entnommen und durch Attrappen aus Kunststoff oder Gips ersetzt. Die Tragweite dieser Maßnahme wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass Tauben sehr fruchtbar sind und ein einzelnes Taubenpärchen bis zu 12 Küken im Jahr haben kann. Durch das Verhindern von Nachwuchs schrumpft die Tauben-Population auf ein stadtverträgliches Maß.

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