19. Juni 2020 – Seit Jahresbeginn beschäftigte sich der Stadtrat bereits zweimal mit der Frage, ob an einer bestimmten Stelle im Stadtgebiet Gemüseanbau in Gewächshäusern angesiedelt beziehungsweise ausgebaut werden soll. Da sich immer mehr Gemüseerzeuger*innen durch die Marktbedingungen gezwungen sehen, in größerem Maßstab vom Freilandanbau auf Gewächshäuser umzusteigen, ist davon auszugehen, dass sich solche Anfragen künftig häufen werden. Zudem steigt die Nachfrage nach regional erzeugtem Gemüse, da immer mehr Menschen Wert auf die Herkunft ihrer Nahrungsmittel legen.
Um eine künftige Gleichbehandlung von Anfragen zu gewährleisten und die Häufung von Einzelfallentscheidungen zu verhindern, soll die Stadt Fürth ein entsprechendes Konzept erstellen, das gewisse Richtlinien und Entscheidungskriterien vorgibt.
Die Nachbarstadt Nürnberg verfügt seit einigen Jahren über ein solches integriertes Stadtentwicklungskonzept zur Entwicklung des Knoblauchslands. Auch die Stadt Fürth sollte sich ein Instrument geben, mit dem sie die Stadtentwicklung und Flächenvergabe in diesem wichtigen Bereich steuern kann. Neben raumplanerischen Aspekten sollten dabei auch soziale und ökologische Belange berücksichtigt werden wie beispielsweise Arbeitsplätze, Wasser- und Energieverbrauch, Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, Nutzung regenerativer Energien, Regenwassernutzung, Abwasseraufbereitung etc. .
Ein Teilaspekt werden dabei auch sicher sogenannte Hydroponik-Anlagen sein, die immer öfter für den kommerziellen Gemüseanbau verwendet werden. Vor allem Salat, Tomaten, Gurken und Paprika werden in nährstoffreichem Wasser kultiviert, ohne dass ein organischer Nährboden wie Erde oder Sand verwendet wird. Der Bau einer solchen Anlage entspricht eher dem Bau einer Industriehalle und kann ebenso in Gewerbe- oder Industriegebieten erfolgen, da sie nicht auf fruchtbares Ackerland angewiesen ist. Bei einer Entscheidung über die Ansiedlung eines solchen Betriebs müssen natürlich Faktoren wie Bodenversiegelung und ganzjährig hoher Energiebedarf abgewogen werden.
Ein Konzept, dass fachlich fundiert solche grundsätzlichen Abwägungen beleuchtet, ist ein notwendiges Mittel für die künftige Entscheidungsfindung bei der Frage nach der Ansiedlung von Gemüseerzeuger*innen im Raum Fürth.
Zur Sitzung des Umweltausschusses am 26. Juni 2020 stellen wir daher folgenden
A n t r a g:
Der Umweltausschuss beschließt, die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzepts zum Gemüseanbau im Stadtgebiet Fürth zu beauftragen. Die Verwaltung soll prüfen, ob sich im Rahmen des Konzepts Möglichkeiten finden lassen, um nachhaltige Anbaumethoden besonders zu fördern.
Dieser Antrag als pdf-Datei:





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