„Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, dem fallen immer wieder Stellen auf, die die Stadtentwicklung übersehen zu haben scheint und die man wirkungsvoll ansprechender gestalten könnte. Wenn dabei asphaltierte Flächen entsiegelt werden und Platz für Menschen, Tiere und Pflanzen entsteht, profitiert Hand in Hand mit der Stadtbildqualität auch das Mikroklima von der Umgestaltung“, stellt GRÜNEN-Stadtrat Felix Geismann fest.
Ein Beispiel für Veränderungsbedarf ist der Bereich der Ottostraße zwischen Bahnstrecke und Comödien-Parkhaus. Hier gibt es seit der Stilllegung des Bahnübergangs zur Dambacher Straße keinen PKW- oder LKW-Durchgangsverkehr mehr. Tagsüber halten sich viele junge Leute hier auf, u.a. aus den anliegenden Berufsschulen. Die Stichstraße mündet als Sackgasse in einer Art Platz, den man auch deutlich attraktiver als solchen gestalten könnte, als das aktuell der Fall ist. Mit Sitzmöbeln und Pflanzen ließe sich mit wenig Aufwand eine deutlich bessere Aufenthaltsqualität erzielen.
Die GRÜNEN-Fraktion hatte daher zur Sitzung des Bau- und Werkausschusses am 18. Mai 2022 beantragt, die Umgestaltung dieses Straßenraums zu prüfen. Als Reaktion auf den Antrag will die Verwaltung zwar zuerst prüfen, ob weitere Sitzmöglichkeiten auf dem Schulgelände gebraucht werden und Flächen dafür vorhanden sind. Doch auch der Sackgassenbereich der Ottostraße soll umgestaltet werden.
„Dies weitere Entwicklung der plötzlich entstandenen Sackgasse wurde nach der Stilllegung des Bahnübergangs einfach aus dem Augen verloren“, erklärt Felix Geismann. „Der Bereich lässt sich mit wenigen Mitteln deutlich ansehnlicher gestalten und zu einem echten Platz aufwerten.“
Auch der öffentliche Raum entlang der Zeppelinstraße im Abschnitt zwischen Kaiserstraße und Erhard-Segitz-Straße kann von einer Umgestaltung nur profitieren. Der Bereich ist von ungenutzten und ungestalteten Freiflächen und von Gehwegen geprägt, die durch ein heterogenes Pflaster-Asphalt-Flickwerk verunstaltet wurden.
Die Wanderbaumallee machte kürzlich erlebbar, welches Flächen-Potenzial hier für eine Aufwertung durch stärkere Begrünung besteht.
In direkter nordöstlicher Verlängerung weitet sich zudem im Bereich der Kreuzung von Zeppelin-, Dr.-Beeg- und Kaiserstraße die Straßenfläche. An der alten Sporthalle des Hardenberg-Gymnasiums entsteht so eine Art Platz – der danach ruft, auch als solcher gestaltet zu werden.
„Die asphaltierte Fläche ist für das geringe Verkehrsaufkommen völlig überdimensioniert. Es drängt sich der Eindruck auf, dass durch eine Neuordnung und Gestaltung eine Aufwertung des öffentlichen Raums zu einem begrünten Platz mit erhöhter Stadtbild- und Aufenthaltsqualität zu gewinnen wäre, die fließend in die Allee entlang der Kaiserstraße und die umzugestaltende Zeppelinstraße übergehen würde. Eine Aufwertung dieses Bereichs wird somit die Lebensqualität in der dicht besiedelten Südstadt steigern und kommt auch dem benachbarten Hardenberg-Gymnasium zugute“, erläutert Felix Geismann.
Der neu geschaffene Platz könnte nach Gudrun Kunstmann benannt werden. Die Schaffensperiode der Künstlerin korrespondiert mit den Blöcken des Bauvereins am Nordende des Platzes. Aus dem umfangreichen Werk der populären Künstlerin sind zahlreiche Werke erhalten, die in Original oder Abguss den Platz bereichern könnten.
Auf Antrag der GRÜNEN-Fraktion wird die platzartige Umgestaltung des sehr breiten Straßenraums im Kreuzungsbereich zwischen Zeppelinstraße, Dr.-Beeg-Straße und Kaiserstraße, geprüft, die Neugestaltung der breiten ungenutzten Streifen zwischen Straße und Gehweg entlang der Zeppelinstraße im Abschnitt zwischen Kaiserstraße und Erhard-Segitz-Straße ist bereits in der Planung; ein provisorischer Grünstreifen wurde angesät. Die Benennung des neuen Platzes nach der Fürther Künstlerin Gudrun Kunstmann steht in der nächsten Sitzung des Ältestenrats auf der Tagesordnung.








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