Der unbefristete Erzwingungsstreik trifft mit den Eltern auch die Stadt Fürth hart. Gleichzeitig weist der Erzwingungsstreik zu Recht auf zwei wesentliche Aspekte hin:
1) Die Aufgaben der ErzieherInnen sind in den letzten Jahren gestiegen und komplexer geworden, so dass zumindest über eine gerechte Entschädigung eine Wertschätzung und Aufwertung des Berufes erfolgen könnte.
2) Beim Beruf der ErzieherInnen handelt es sich um einen sog. Frauenberuf, der nach wie vor schlechter bezahlt wird als vergleichbare andere Beruf mit männlichen Kollegen (im Durchschnitt 8% weniger Gehalt), denn Frauen haben häufig seltener Führungspositionen inne, sind durch Teilzeitbeschäftigungen häufig Geringverdienerinnen und leisten häufiger im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen unbezahlte Überstunden. Die Forderung „Gleicher Lohn für gleiche „Arbeit“ ist somit gerade in diesem Zusammenhang eine wesentliche Forderung in dem Tarifstreit. Nicht zuletzt hat sich dieser Meinung auch Sigmar Gabriel als Bundeswirtschaftsminister in einem Interview in der Zeit angeschlossen, in dem er die Politik auffordert „endlich ernst zu machen mit der anständigen Bezahlung von traditionellen Frauenberufen“. Aus Sicht der GRÜNEN ist eine Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes und ein Ende der Diskriminierung somit längst überfällig! Deshalb fordern die GRÜNEN, dass die Stadt Fürth als Mitglied des KAV die Aufnahme der Tarifgespräche mit der Gewerkschaft ver.di mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einfordert im Sinne einer gerechten Bezahlung. Daher stellen wir für die Stadtratssitzung vom 20. Mai 2015 folgenden
A n t r a g
Als Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) fordert die Stadt Fürth diesen auf, unverzüglich alles Notwendige zu unternehmen damit die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände der Gewerkschaft ver.di ein verhandlungsfähiges und faires Angebot unterbreitet.
Eil-Antrag Stadtratssitzung 20.05.2015: Aufnahme von Tarifgesprächen im Bereich der KITAs





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