Lösungsansatz für das Problem Einweg-Plastikbecher

In deutschen Innenstädten am Wochenende ist das Problem am deutlichsten sichtbar: Die Abfalleimer quellen über vor Plastikabfällen. Eislöffel, Kaffeebecher, Verpackungen für Snacks und Getränke. Fürth ist da keine Ausnahme. So entsteht jedes Jahr eine enorme Menge an Müll, der teuer in der Herstellung und in der Entsorgung ist, erläutert GRÜNEN-Stadträtin Waltraud Galaske: „Durch die zunehmende Wegwerf-Mentalität landet auch viel im Restmüll, das eigentlich in den Gelben Sack gehört. Von der Umweltverschmutzung ganz zu schweigen. Seit vielen Jahren weisen wir immer wieder auf die zunehmenden Plastikabfälle hin und suchen nach Alternativen.“

Schon im Juli 2017 stellte die GRÜNEN-Stadtratsfraktion daher einen Antrag im Umweltausschuss, mit dem sie für das immer größer werdende Problem sensibilisieren und nach Lösungen für Fürth suchen wollten. Leider ohne großen Erfolg. Denn es gibt keine rechtliche Grundlage, die es ermöglichen würde, To-Go-Verpackungen zu beschränken. Vereinzelt bieten Händler und Händlerketten bereits Pfandsysteme beispielsweise für Kaffeebecher an, doch die Teilnahme an einem einheitlichen Pfandbechersystem kann nur freiwillig erfolgen.

Doch es gibt Fortschritte. Im Mai hat sich die EU-Kommission des Themas angenommen: Bestimmte Einweg-Produkte aus Plastik wie z.B. Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe sollen komplett verboten werden. Die Hersteller von Fast-Food-Verpackungen sollen die Kosten für die Müllentsorgung tragen und Umwelt-Aufklärungskampagnen finanzieren, denn hier gibt es schon lange umweltfreundliche Alternativen zum Kunststoff.

Die GRÜNEN-Stadtratsfraktion will das Plastikmüllproblem auch ganz konkret in Fürth angehen und bereitet einen entsprechenden Antrag vor. Waltraud Galaske erläutert die Idee: „ Mehrwegbecher statt Einwegbecher heißt das Motto. Wenn man schon keine Komplett-Lösung für alle Einwegbecher in Fürth möglich ist, dann doch wenigstens für die Bereiche, auf die die Stadt Fürth unmittelbaren Einfluss nehmen kann, wie das Schwimmbad und das Fußballstadion.“

Dass die Idee gut umsetzbar ist, sieht man in vielen anderen Stadien, in denen es bereits ein Mehrwegbecher-Pfandsystem gibt und die teilweise ein Vielfaches an Zuschauern fassen. Waltraud Galaske ist zuversichtlich, dass die Maßnahmen erfolgreich sein werden: „Ich bin guter Dinge, dass wir so endlich auch in Fürth die Menge an weggeworfenem Plastik deutlich reduzieren können.“

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