In dicht bebauten Großstädten wie Fürth zählt jeder einzelne Baum. Neben einer enormen Aufwertung des Stadtbilds regulieren Bäume das Mikroklima, spenden Schatten und sind Lebensraum für Vögel und Insekten. Sie feuchten die Luft an, filtern Schadstoffe, binden CO2 und produzieren Sauerstoff. GRÜNEN-Stadrätin Sabine Weber-Thumulla ist daher fest überzeugt: „Ein wichtiges Ziel muss es sein, alte Stadtbäume zu erhalten und in einen guten Zustand zu versetzen.“
Ältere Bäume leiden unter den oft extremen Bedingungen in der Stadt mit Bodenverdichtung und Streusalzgebrauch im Winter. Die Hitze und Trockenheit in den letzten heißen Sommern waren eine große zusätzliche Belastung. Da sie noch nicht viele Wurzeln ausbilden konnten, müssen vor allem Jungbäume mit ausreichend Wasser versorgt werden.
Vor allem in sehr trockenen Phasen kann beim Bewässern mit Schlauch oder Gießkanne der Boden das Wasser nicht schnell genug aufnehmen. So wird oft viel Wasser verbraucht, weil das Wasser an der Oberfläche wegfließt und eventuell gar nicht tief genug zu den Wurzeln vordringt. Ein wichtiges Hilfsmittel ist daher der Einsatz von Wasserbeuteln. Sabine Weber-Thumulla erklärt, wie diese Bewässerungssäcke funktionieren: “Die Beutel werden um den Baum gelegt und können über eine Öffnung befüllt werden. Durch kleine Löcher im Boden des Bewässerungsbeutels tropft das Wasser über viele Stunden heraus und erreicht so auch den Wurzelballen des Baums.“
Neben diesem Hauptzweck gibt es auch positive Nebeneffekte beim Einsatz von Gießbeuteln: Der Sack hält Verschmutzungen wie Hundeurin ab und beschattet und kühlt den Stamm. Alles in allem eine einfache Bewässerungsmethode, mit der der Wurzelbereich befeuchtet wird. Die Ausgaben für Instandhaltung, Fällung und Ersatzpflanzungen werden erheblich reduziert. Die Kosten für einen Gießbeutel mit 100 Litern Fassungsvermögen lagen 2020 laut Grünflächenamt bei 21,50 Euro pro Stück. Aktuell sind in Fürth ca. 200 Bewässerungsbeutel im Einsatz, vor allem in „betreuten Bereichen“ städtischer Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder Schulen, da die Befüllung von Hand mit dem Gartenschlauch oder der Gießkanne erfolgen muss. In Schulen wird das oft von den Hausmeistern übernommen, in Kindertagesstätten von den Erzieher*innen, oft zusammen mit den Kindern. Aufgrund der guten Erfahrungen ist eine Aufstockung auf 500 Bewässerungsbeutel angedacht. Diese Auskunft gab das Grünflächenamt auf einen GRÜNEN-Antrag zum Umweltausschuss am 19. März 2021.
Im Straßenbegleitgrün kommen die Bewässerungsbeutel allerdings nur an sehr schlechten Standorten mit kleinen, stark verdichteten Baumscheiben (z.B. in der Nürnberger Straße) zum Einsatz. Baumstandorte mit ausreichend großer Baumscheibe, werden effizienter mit Gießfahrzeugen bewässert.
„Auch wenn im Ausschuss kein konkreter Beschluss gefasst wurde, denke ich, dass es sinnvoll war, mit unserem Antrag auf das Thema hinzuweisen und die Stadträt*innen der anderen Parteien für die Problematik zu sensibilisieren“, so Sabine Weber-Thumulla, die als Pflegerin der Öffentlichen Anlagen mit dem Grünflächenamt in regelmäßigem Austausch steht.
Laut den Ausführungen des Grünflächenamts im Umweltausschuss ist die Ausweitung der Bewässerung von Straßenbäumen eine sinnvolle Maßnahme. Allerdings sind dazu die notwendigen finanziellen Mittel für die Fremdvergabe, die Beschaffung eines dritten Gießfahrzeugs mit einem deutlich höheren Fassungsvermögen von ca. 7.000 Litern und die Neuschaffung von Stellen erforderlich.
„Wir werden diese Punkte mit in die nächsten Haushaltsberatungen nehmen“, so Sabine Weber-Thumulla. „Nur wenn wir weitere Maßnahmen ergreifen, können wir die Fürther Straßenbäume auch in kommenden Trockenperioden und Hitzesommern schützen.“





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