Familie

Unklarer Stellenbedarf im Jugendamt trotz Nachfrage

In der Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe und Jugendangelegenheiten am 7. Mai 2025 wurde deutlich, dass in vielen Bereichen ein eklatanter Personalmangel herrscht. GRÜNEN-Stadträtin Hanne Wiest erklärt: „Vom Jugendamt über das Projekt Tandem, die ambulanten Hilfen und den Bezirkssozialdienst bis hin zur Jugendarbeit an Schulen und den Jugendhäusern – der Bedarf hat so stark zugenommen, dass das vorhandene Personal ihn nicht einmal mehr annähernd decken kann.“

Dieses Problem kann nur dann gelöst werden, wenn man das gesamte Ausmaß des Personalmangels kennt. Daher stellten die GRÜNEN-Stadträt*innen einen Antrag zur Juli-Sitzung des Ausschusses. Die Verwaltung gibt eine Übersicht, wie viele Stellen im Fürther Jugendamt und verwandten Einrichtungen und Dienststellen geschaffen werden müssten, um den Bedarf tatsächlich vollumfänglich und innerhalb der regulären Arbeitszeit decken zu können.

Sie wollten erreichen, dass die Verwaltung eine Auflistung vorlegt, aus der hervorgeht, wie viele Stellen im Fürther Jugendamt und verwandten Einrichtungen und Dienststellen geschaffen werden müsste, wenn man alle anfallenden Aufgaben tatsächlich vollumfänglich und innerhalb der regulären Arbeitszeit bewältigen möchte. „Es geht darum, den tatsächlichen Bedarf herauszuarbeiten“, erklärt Hanne Wiest den Zweck des Antrags. Das geht natürlich nur, wenn man den Stellendeckel bei dieser Auflistung explizit NICHT beachtet.“

Doch der Antrag wurde in den Finanzausschuss überwiesen. „Schon bei dieser Verweisung war uns klar, dass wir die angefragten Zahlen vermutlich nicht bekommen werden. Denn die Personen, die genau wissen, wie der eigentliche Bedarf in den Dienststellen ist, sitzen im Jugendausschuss und nicht im Finanzausschuss“, ärgert sich Hanne Wiest. Und so war es auch. Es wurden lediglich die vom Finanzreferat akzeptierten Zahlen weitergegeben.

„Das ist nicht der Bedarf der Einrichtungen, sondern das, was die Kämmerei an Stellen zulassen will. Wir werden diesen Mangel an Transparenz nicht akzeptieren und auch bei der nächsten Gelegenheit wieder versuchen, die echten Bedarfszahlen zu bekommen, damit wir ausgehend davon überlegen können, wie viele neuen Stellen nötig sind“, kündigt Hanne Wiest an.

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