Die Idee einer Ringbuslinie in Fürth hat schon einige Jährchen auf dem Buckel…„Im Frühjahr werden es schon sieben Jahre, dass wir im Rahmen der „Grünen Wege“ zur Rundfahrt mit einem Elektrobus eingeladen haben, um unseren Vorschlag näher zu erläutern“, erzählt GRÜNEN-Stadtrat Christoph Wallnöfer, der hauptberuflich Busfahrer ist und auch damals den Elektrobus gefahren hat.
In Fürth bedarf das Busnetz einer Komplettüberarbeitung mit der Anpassung an aktuelle und künftige Erfordernisse. „Um von einem Vorort oder Stadtteil in den Außenbezirken in einen anderen zu kommen, muss man immer erst in die Innenstadt fahren, um dann in einen anderen Bus umzusteigen. Schon lange setzen wir uns daher für eine Ringbuslinie ein, die es ermöglicht, Wohnen und Arbeiten ohne diese Umwege ins Zentrum zu verknüpfen“, erklärt Christoph Wallnöfer.
Denn mit der Ringbuslinie wären vor allem die Gewerbegebiete (z.B. Hardhöhe West, Hans-Vogel-Straße, Südstadt, Bislohe/Sack und Hafen) besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die schnellere Verbindung würde sicher auch viele Autofahrer*innen überzeugen, die im Moment noch wesentlich schneller mit ihrem Fahrzeug ankommen als mit den sternförmigen ÖPNV-Linien. An den Bahnhöfen Dambach, Unterfürberg, Burgfarrnbach und Vach bestünde die Möglichkeit, in die Regional- bzw. S-Bahn umzusteigen, auch die künftig durchgehend befahrbare Gräfenberg- und Rangaubahn wäre integriert. Die U-Bahn-Haltestellen Stadtgrenze und Hardhöhe wären ebenfalls angebunden.
Doch zunächst wurden die GRÜNEN für diese Idee belächelt. In den letzten Jahren war dann zu spüren, dass die Vorteile der Ringbuslinie langsam in den Köpfen ankommen: Durch die direkte Verbindung von Außenbezirken und Vororte wird für viele Fürther*innen der Weg zur Arbeit deutlich verkürzt und der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr attraktiver als die Fahrt mit dem Auto.
„Dass jetzt eine andere Partei mit dem Thema Ringbus sogar Wahlkampf macht, hat mich zwar zunächst gewundert und auch ein bisschen geärgert“, sagt Christoph Wallnöfer, „aber im Grunde ist es einfach schön zu sehen, dass sich gute Ideen auch über Parteigrenzen hinweg durchsetzen können und wir der Verwirklichung einen Schritt näher gekommen sind.“
Der GRÜNEN-Stadtrat sieht noch mehr Möglichkeiten, wie man den öffentlichen Nahverkehr wirklich an die Bedürfnisse der Fürther*innen anpassen kann: „Wir wollen beispielsweise Lücken im Netz schließen, für häufigere Abfahrten sorgen und vor allem die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit durch mehr Umwelt- und Busspuren mit Freischaltungen an Ampeln erhöhen“. Auch Anruftaxis, On-Demand-Verkehre und der kontinuierlichen Ausbau des VAG-Rads, z.B. auch an Bushaltestellen sind Teil des GRÜNEN-Verkehrskonzepts. Bis 2032 wollen die GRÜNEN die Fahrgastzahlen im Fürther ÖPNV verdoppeln und auf barrierefreie und emissionsfreie Busse umstellen (samstags und unter 14 Jahren kostenlos). Flächendeckend Tempo 30, verkehrsberuhigte Zonen und mehr Fußgängerüberwege sorgen für mehr Sicherheit. Für Lieferdienste, Handwerker*innen und Anwohner*innen soll es kostenlose Kurzzeit-Parkbuchten geben „Ich bin schon gespannt, welche dieser Maßnahmen wir in den nächsten Wahlprogrammen von anderen Parteien finden“, meint Christoph Wallnöfer augenzwinkernd.





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