Hardhöhe
Selbstständige Tagesmutter, geb. 1981, verheiratet, 1 Tochter
Frischluftzukunft. Haltung zeigen. Vielfalt schützen
Steckbrief:
Interessen:
Umweltschutz & Nachhaltigkeit, Bildung & Teilhabe, Demokratie & Vielfalt, Gerechtigkeit & Gleichstellung
Stadtteile:
Hardhöhe und Innenstadt
Engagement:
- Families for Future Fürth
- Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus
- Vorstand Zukunftsräume Fürth e.V.
- DeVi: Bürger*innen für Demokratie und Vielfalt
- Vorstand LAG Ökologie
- PINKSTINKS Germany e.V.
- MeinGrundeinkommen e.V.
Hobbys:
– Frauenchor „Mit Lametta“, Permakultur im Garten, Zen Meditation
Meine Schwerpunkte:
Umweltschutz & Nachhaltigkeit
Mein Ziel ist Fürths Entwicklung zu einer klimaresilienten, artenreichen Stadt, in der noch mehr Grün, nachhaltige Energie und verantwortungsvolle Flächennutzung die Lebensqualität für alle erhalten und verbessern.
Bildung & Teilhabe
Ich bin überzeugt: Gute, verlässliche und finanzierbare Bildungs- und Betreuungsangebote für ALLE ermöglichen Teilhabe von Anfang an und schaffen so die dringend nötige Chancengleichheit. Außerdem sind Kinder- und Jugendparlamente für junge Menschen eine echte Alternative zu der immer mehr um sich greifenden Politikverdrossenheit heutiger Tage.
Demokratie & Vielfalt
Das Stärken einer offenen Stadtgesellschaft, in der demokratische Werte gelebt, Vielfalt geschützt und Ausgrenzung konsequent zurückgewiesen wird, trägt ebenso zu Fürths Attraktivität bei wie echte Bürger*innenbeteiligung z.B. in Form von Bürger*innenbudgets.
Gerechtigkeit & Gleichstellung
Soziale Gerechtigkeit entsteht dort, wo Strukturen gerecht gestaltet sind: Öffentliche Mittel sollten so eingesetzt werden, dass die verschiedenen Gruppen der Stadtbevölkerung gleichermaßen davon profitieren. Faire Bedingungen für alle stärken nicht zuletzt Innovation, Leistungsfähigkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Nachgefragt bei … Katrin Grünbaum
Was magst du an Fürth?
Die Flussauen und das viele Grün im Wiesengrund und dem Stadtwald. Außerdem die vielen Kreativen in Fürths Musik-, Kunst- und Theaterszene. Vor 25 Jahren zog ich nach Fürth, als es in den Monteith Barracks noch eine wahnsinnig bunte und vielfältige Musiker*innenszene gab. Die Freundschaften und Lebensweisheiten von damals begleiten mich bis heute und ich träume immer noch manchmal davon, so etwas wieder aufleben zu lassen.
Warum engagierst du dich politisch?
Weil ich nicht länger zuschauen will, wie alte weiße Männer unsere Welt zerstören – buchstäblich.Ich möchte meiner Tochter eine Welt hinterlassen, in der Menschen sicher, zufrieden, glücklich leben – egal wie sie aussehen, was sie können oder woher sie kommen. Und ich hole mir so ein großes Stück Selbstwirksamkeit zurück: Wie viele andere habe ich mich sehr lange sehr hilflos gefühlt angesichts immer größerer Ungerechtigkeit, immer mehr Krisen und immer weniger gesellschaftlichem Zusammenhalt. Seitdem ich mich zivilgesellschaftlich und politisch einbringe, weiß ich, wie viel jede und jeder einzelne tun kann und wieviele tolle, begeisternde und engagierte Menschen Fürth so lebendig machen.
Was motiviert dich, bei den GRÜNEN aktiv zu sein?
Drei Worte: Nachhaltigkeit, Feminismus, Gerechtigkeit.
Umwelt- und Klimaschutz, ressourcenschonendes und gemeinwohlorientiertes Wirtschaften sind der Weg in die Zukunft für unsere Gesellschaft. Die dafür nötigen Veränderungen machen vielen Menschen erstmal Angst. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir sie mit unseren Ideen kreativ und konstruktiv gestalten können. Die Gleichstellung aller Geschlechter und deren Abbildung in allen Strukturen der Partei sind urgrüne DNA. Als Feministin bin ich immer wieder begeistert davon, wie selbstverständlich bei den Grünen Gleichberechtigung gelebt wird – und durchaus immer wieder verwundert, warum das an anderer Stelle scheinbar so schwierig ist. Soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit, Generationengerechtigkeit – alles Begriffe, die im Endeffekt die gleiche Herausforderung beschreiben, nämlich die Lösung der Verteilungsfrage. Wer trägt die Verantwortung für unser heutiges Handeln? Wer trägt die Risiken, wer bekommt den Gewinn? Investieren wir in unsere Zukunft oder verharren wir rückwärtsgewandt in einer notwendig verklärten Vergangenheit? Wer sind die wirklichen Leistungsträger*innen unserer Gesellschaft? Wessen Arbeit wird angemessen entlohnt? Und ist das wirklich gerecht? Diese Fragen treiben mich schon mein Leben lang um und nur die Grünen suchen in meinen Augen wirklich angemessen ganzheitlich nach Antworten auf diese Fragen.
Welches Thema liegt dir besonders am Herzen?
Gerechtigkeit – kommunalpolitisch gedacht: Es ist ungerecht, wenn der städtische Haushalt bestimmte Bevölkerungsgruppen systematisch benachteiligt, weil immer die selben laut „hier“ schreien und es keine angemessene Analyse darüber gibt, welchen Gruppen wieviel Geld zu Gute kommt. Es ist ungerecht, wenn heute und in Zukunft der Geldbeutel darüber entscheidet, wie gut Menschen mit Klimafolgen zurecht kommen – ob sie den Sommer in einer versiegelten Innenstadt aushalten müssen oder von kreativen stadtplanerischen Gestaltungsmöglichkeiten wie Fassaden- und Dachbegrünung oder Mikrowäldern profitieren. Und es ist ungerecht, demokratische Prinzipien von oben herab anzuordnen, anstatt den Menschen der verschiedenen Stadtteile echte Beteiligungsformate wie z.B. Bürger*innenbudgets zuzutrauen.
Was möchtest du konkret in deinem Stadtteil voranbringen?
Die Bewohner*innen der Hardhöhe berichten in Gesprächen immer wieder von der fehlenden Aufenthaltsqualität: Es fehlen Cafés, beschattete Sitzmöglichkeiten für den Sommer, windgeschützte Plätze im Winter. Das Quartiersmanagement um den Runden Tisch Hardhöhe gibt wertvolle Anstöße, kann echte Bürger*innenbeteiligung allerdings nicht forcieren. Hier würde ich gerne ansetzen und zusammen mit einem aus Freiwilligen ausgelosten Stadtteilrat mit echtem (!) Bürger*innenbudget selbstverwaltete Stadtteilzentren aufbauen, um eben diese Lebensqualität allen Menschen auf der Hardhöhe unabhängig von deren Ressourcen zu ermöglichen.
Wie siehst du Fürth in 10 Jahren?
Natürlich Grüner. Für alle 🙂 Ich träume gerne von einem Mikrowald auf dem Kohlenmarkt ähnlich wie der vor dem Pariser Rathaus. Von Fahrradschnellstraßen und -vorrangrouten durch die Stadt wie es sie in Kopenhagen gibt. Und von sozial gerechtem Flächenmanagement der Stadt, um dringend benötigten Wohn- und Lebensraum zu schaffen und nicht nur möglichst renditestarke Mikroappartements. Der Weg zur Erfüllung dieser Träume dauert sicherlich mehr als 10 Jahre – aber alle Wege beginnen mit den ersten Schritten und ich freue mich auf jeden einzelnen davon!
Was ist dein Lieblingsort in Fürth?
Das Flüssedreieck: Mich fasziniert es seitdem ich in Fürth wohne, wie dort aus Rednitz und Pegnitz in ganz selbstverständlichem Kompromiss die Regnitz wird.




