Finanzen

GRÜNE Fraktion favorisiert Hallenbad-Neubau am Scherbsgraben statt einer Sanierung in Stadeln – Einsparungen in Millionenhöhe

Es sind verantwortungsvolle Entscheidungen für die gesamte Stadt Fürth abzuwägen und zu treffen. Wir GRÜNE fordern daher, das Hallenbad in Stadeln nicht zu sanieren, sondern statt dessen durch einen Neubau neben dem Hallenbad am Scherbsgraben zu ersetzen. Damit stehen wir nicht allein: auch das städtische Finanzreferat empfiehlt einen Neubau am Scherbsgraben und spricht sich gegen eine Sanierung in Stadeln aus.

Zunächst die Zahlen: Die Kosten für die Funktionalsanierung des 40 Jahre alten Hallenbad Stadeln (1. Bauabschnitt) sollen nach aktuellen Schätzungen 4,6 Mio. € betragen. In einem 2. Bauabschnitt wären zusätzliche 3 Mio. € erforderlich, in der Summe also 7,6 Mio. €.

Im Vergleich hierzu würde ein Hallenbad-Neubau am Scherbsgraben nur 4,5 Mio. € kosten! Die Sanierung und der Weiterbetrieb des Hallenbad Stadeln würde somit den Verlust des Bäderbereiches bis 2018 jährlich um weitere 205.000 € und ab 2019 für 26 Jahre um jährlich 120.000 € erhöhen, während bei einem Hallenbad-Neubau am Scherbsgraben das aktuelle Bäderdefizit nicht weiter steigen würde.

Ein zusätzliches Kostenrisiko besteht zudem bei der Sanierung des Hallenbad Stadeln, da bei einer genaueren Überprüfung der Bausubstanz ein hohes Risiko besteht, dass noch weiterer kostenintensiver Sanierungsbedarf entdeckt wird.

Der Hallenbad-Neubau am Scherbsgraben würde die gleiche Wasserfläche wie in Stadeln haben und vorrangig für den Schul- und Vereinssport verwendet werden. Das bestehende Hallenbad würde somit in Zukunft vollständig den BürgerInnen zur Verfügung stehen.

Weitere positive Effekte einer Schließung des Hallenbad Stadeln, wie die freiwerdende Grundstücksfläche, die z.B. für die Errichtung einer dringend erforderlichen Turnhalle genutzt werden könnte oder ein Verkauf, sind hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

Eine Sanierung des Hallenbad Stadeln ist daher nicht zu verantworten in einer Zeit, in der viele wichtige Themen, wie die Sanierung von undichten Schuldächern, aus Kostengründen verschoben werden müssen. Dies zeigen z.B. die im Haushaltsplanentwurf 2015 „nicht aufgenommenen Maßnahmen des besonderen Bauunterhaltes der 1. Priorität“ in Höhe von 4.002.640 €. Diese so wichtigen Maßnahmen könnten mit den eingesparten Kosten eines Hallenbad-Neubaues in Höhe von ca. 4 Mio. € finanziert werden. Denkbar wäre auch die Finanzierung des dringend benötigten Neubaus einer Turnhalle in Stadeln als Ersatz für die stark sanierungsbedürftige Günter-Brand-Sporthalle.

Wir verstehen, dass es Menschen gibt, die lieber nach Stadeln ins Hallenbad gehen, es ist ein kleiner und übersichtlicher Ort. Andererseits gibt es deutschlandweit viele vergleichbare finanzschwache Kommunen, die sich überhaupt kein öffentliches Hallenbad mehr leisten können. In Fürth sind wir in der glücklichen Lage über die Sanierung oder den Neubau eines Hallenbades zu diskutieren! Eine ersatzlose Schließung steht nicht zur Diskussion. Dies sei im Hinblick auf die aktuelle Unterschriftensammlung zum Erhalt des Hallenbad Stadeln erwähnt.

Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen Fürth Stadt
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