Die grüne Stadtratsfraktion begrüßt dies als wichtigen Schritt zur Stärkung des ÖPNV
Auch aufgrund der Initiative der Grünen, mit entsprechenden Anträgen in den Ausschüssen und zu den Haushaltsberatungen, hat der Bau- und Werksausschuss am 10.12.2014 einen Nahverkehrsplan für die Stadt Fürth beschlossen. Der Finanz- und Verwaltungsausschuss hat nun der Finanzierung dieser wichtigen Maßnahme zugestimmt. Fürth ist Deutschlands einzige Großstadt, die bisher keinen Nahverkehrsplan hat. Daher ist dieser Schritt mehr als überfällig.
Ein Nahverkehrsplan ist seit Ende der 90er Jahre das Planungsinstrument für den Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Deutschland. Er soll für jeden Aufgabenträger eine tragfähige Grundlage für die Ausgestaltung des ÖPNV schaffen und ein abgestimmtes Vorgehen sichern, das den bestehenden oder noch zu entwickelnden verkehrlichen Verflechtungen entspricht.
Die ebenfalls beschlossene Bereitstellung der erforderlichen Gelder für den Umbau der Ampelanlage am Rathaus um die Busbeschleunigung im Bereich des zentralen Fürther Busbahnhofes zu realisieren, begrüßen die GRÜNEN. Bereits im Zuge der Verlängerung der U-Bahn vom Hauptbahnhof in Richtung Hardhöhe wurde eine Busbeschleunigung versprochen, nun mehr als 20 Jahre später, werden endlich erste diesbezügliche Schritte unternommen. Eine Reihe von Anträgen der Grünen Stadtratsfraktion innerhalb der letzten Jahre mit denen dieses wichtige Anliegen thematisiert wurde hat nun endlich mit dazu beigetragen, „das wesentliche erste Schritte in die richtige Richtung getan werden,“ so die GRÜNE Stadtratsfraktion.
Dass sich Fürth so lange gegen einen Nahverkehrsplan stellte, kann die Grüne Fraktion noch immer nicht nachvollziehen. Denn dieser Nahverkehrsplan ist überaus sinnvoll für Fürth. Aktuell zeigen sich wiederkehrend Probleme in der Planung, wie die Busführungen durch die Innenstadt und die Friedrichstraße, die Erschließung der Oststadt oder des Julius-Hirsch-Sportzentrums oder die Frage nach Busverbindungen z.B. von Fürth nach Erlangen, Herzogenaurach oder Obermichelbach. „Es geht hierbei nicht um Planungswut, wie uns Grünen vom OB vorgeworfen wird. Vielmehr geht es um eine systematische Beleuchtung der vielen Aspekte in Fürths Öffentlichem Personennahverkehr und um eine zukunftssichernde, an den Menschen orientierte Gestaltung zusammen mit den Verkehrsunternehmen. Ein gut funktionierender ÖPNV ist von sehr hoher ökologischer Bedeutung, schafft Anreize zur intensiveren Nutzung und trägt zur Kostenoptimierung bei und ist somit enorm wichtig für die FürtherInnen,“ bekräftigt die grüne Stadtratsfraktion.
Schließlich ist der Nahverkehrsplan aber auch die Bedingung um zukünftig Förderungen im Verkehrswesen vom Freistaat Bayern zu erhalten. Außerdem kann im Jahr 2022 nur mit ihm begründet werden, warum Fürth die vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV nicht umgesetzt hat.
Pressemitteilung 29.09.2015: Nahverkehrsplan und Busbeschleunigung

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