Dass es aktuell keine wirklich praxisnahe Möglichkeit für Fußgänger*innen gibt, um gefahrenlos oberirdisch zwischen Wehlauer Straße und Unterfarrnbacher Straße über die Würzburger Straße zu kommen, ist bisher nicht weiter aufgefallen. Doch durch die neue Rollsporthalle an der Wehlauer Straße verändert sich etwas an dieser Kreuzung. „Von der Rollsporthalle zum Fast-Food-Restaurant, den Einkaufsmöglichkeiten und den Stadtteilen oder den ÖPNV-Haltestellen nördlich der Würzburger Straße gibt es nun ein deutlich höheres Fußgängeraufkommen“, ist sich GRÜNEN-Stadträtin Gabriele Zapf sicher.
Viele Jugendliche kommen mit dem ÖPNV zur Halle und steigen an der S-Bahn-Haltestelle Unterfarrnbach/Klinikum, der U-Bahn-Haltestelle Klinikum und den Bushaltestellen Klinikum Ost und West ein und aus, die auf der nördlichen Seite der Würzburger Straße liegen. Ein ebenso großes Wegebedürfnis gibt es zum Fast-Food-Restaurant und den Einkaufsmöglichkeiten auf der nördlichen Seite der Würzburger Straße (Edeka und, insbesondere nachts, Tankstelle). Bislang gibt es an dieser Kreuzung KEINERLEI Lichtsignalanlagen o. ä. zur gefahrlosen oberirdischen Querung der 4-spurigen Hauptverkehrsstraße. „Die existierende S-Bahn-Unterführung wird von vielen zu Recht als zu umständlich empfunden. Und auch die Umwege über die Fußgängerübergänge an der Breslauer Straße bzw. Pfeiferstraße/Friedrich-Ebert-Straße werden die allerwenigsten in Kauf nehmen. Es ist also leider abzusehen, dass es immer wieder zu Fehlverhalten kommen wird und somit auch zu regelmäßigen Gefahrensituationen“, erläutert Gabriele Zapf.
Die GRÜNEN-Fraktion hat daher bereits zur Juni-Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe- und Jugendangelegenheit und im September im Verkehrsausschuss den Antrag gestellt, dass die Stadt zeitnah ein entsprechendes Konzept entwickeln soll, wie Fußgänger*innen an dieser Stelle sicher die Würzburger Straße überqueren können. Der Antrag wurde in diesen Gremien wohlwollend zur Kenntnis genommen. Auch während der Haushaltsberatungen zeigte sich, dass alle Fraktionen die Notwendigkeit sahen, an dieser Stelle die Verkehrssituation für Fußgänger*innen zu verbessern.
„Das sind grundsätzlich gute Voraussetzungen“, findet Gabriele Zapf. „Jetzt darf es nur nicht zu lange dauern, bis auch wirklich Fußgängerüberwege eingerichtet werden oder eine andere Lösung gefunden wird, damit es nicht doch noch zu einem folgenschweren Unfall kommt.“
In diesem Jahr wird sich an der Situation leider nichts ändern, da das Thema in der Januar-Sitzung des Bauausschusses auf Anregung des Oberbürgermeisters erst einmal in die nächsten Haushaltsberatungen Ende des Jahres verschoben wurde.





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