In den letzten Wochen haben die GRÜNEN-Stadträt*innen weiter fleißig an Ideen gearbeitet, wie die Verkehrswende auch in Fürth gelingen kann und zahlreiche Anträge dazu entwickelt.
Beispielsweise den Ausbau des Fürther Hauptbahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe. Denn eines ist klar: Je besser und unkomplizierter ÖPNV und weitere Angebote einer nachhaltigen Mobilität verknüpft sind, umso mehr Bürger*innen sind bereit, den öffentlichen Nahverkehr und die anderen Mobilitätsformen zu nutzen. Der Ausbau des Fürther Hauptbahnhofs zur Mobilitätsstation sollte daher nicht nur Züge, U‐Bahnen, Busse, Taxis und Carsharing beinhalten, sondern auch den Bedürfnissen von Fahrradfahrer*innen gerecht werden.
Vor allem die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder müssen dringend verbessert werden. Insbesondere witterungsgeschützte Unterbringungsmöglichkeiten fehlen. Die GRÜNEN-Fraktion beantragte daher Mitte Februar, die Einrichtung eines Fahrradparkhauses im Untergeschoss des Bahnhofs zu prüfen.
Ein paar Tage später stellte sie den Antrag, die Möglichkeiten einer Errichtung von Fahrrad-Leih-Stationen im Rahmen der Mobilpunkte an den Fürther U-Bahn-Stationen „Rathaus“, „Bahnhof“ und „Klinikum“ zu prüfen und im Rahmen der Mobilpunkte auch den Verleih von Lastenfahrrädern zu ermöglichen.
In der gleichen Sitzung des Bau- und Werkausschusses versuchte sie auch, für den Verkehrsentwicklungsplan die politische Zielvorgabe für den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen in Höhe von 20 Prozent im Jahr 2025 zu definieren und Ende Februar regte sie die Zertifizierung der Stadt Fürth als Fahrradfreundlicher Arbeitgeber an.
Zum Thema Lastenfahrrad gab es Ende Februar noch einmal einen separaten Antrag: Den GRÜNEN-Stadträt*innen war aufgefallen, dass zwar das von ihnen vorgeschlagene Förderprogramm für die Anschaffung von Lastenfahrrädern in den Haushalt 2019 aufgenommen worden war, aber danach keine erkennbaren Fortschritte bekannt wurden.
Auch die Frage nach einem Zeitplan zur Planung und Ausschilderung von Radrouten durch den Fürther Stadtwald soll die Umsetzung längst geplanter Maßnahmen beschleunigen, für die noch kein Zeitplan vorgelegt wurde, obwohl Zusagen für Fördermittel bestehen.
Doch die GRÜNEN-Stadträt*innen konzentrieren sich nicht nur auf den Radverkehr. Auch zum Carsharing-Konzept der Stadt Fürth regten sie die Einrichtung von zwei weiteren Mobilpunkten mit Car-Sharing an, um noch mehr Menschen die Chance auf umweltfreundliche Mobilität im nahen Wohnumfeld zu geben: In der Fürther Oststadt im Bereich Lange Straße und an der U-Bahn-Station Klinikum, um mit dem letztgenannten Standort die beiden bevölkerungsstarken Gebiete Eigenes Heim und Hardhöhe abzudecken.
Neben den großen Konzepten und Grundsatz-Entscheidungen sind es oft auch kleine Änderungen bestehender Verkehrsführung oder Beschilderung, die im Alltag große Erleichterungen für Fahrradverkehr oder Busbeschleunigung bringen.
Beispielsweise an der Kreuzung Stadelner Hauptstraße/Mannhofer Straße, wo die GRÜNEN-Stadrtät*innen eine gut sichtbare Fahrradampel und die deutlichere Markierung von Radüberweg und Fußüberweg beantragt haben, um diese Gefahrenlage an der Hauptverbindungsachse für den Radverkehr zwischen Fürth und Erlangen zu entschärfen.
Oder an der Kreuzung Theodor‐Heuss‐Straße / Stadelner Hauptstraße, wo nach Meinung der GRÜNEN-Stadtratsfraktion eine von Linienbussen schaltbare Ampel, eine sogenannte „Einfahrhilfe“, errichtet werden soll, damit die Busse auch im Berufsverkehr stadteinwärts störungs‐ und verzögerungsfrei die Kreuzung passieren können.
Auch die Zufahrt zum zentralen Busbahnhof Rathaus aus Richtung Ludwigsbrücke wollen die GRÜNEN-Stadträt*innen optimieren und die Fahrbahnmarkierung der Rechtsabbiegespur der Rathauskreuzung auf Höhe des Wirtschaftsrathauses der aktuellen verkehrsrechtlichen Situation anpassen, um die Anzahl der widerrechtlichen Rechtsabbieger*innen zu verringern. Das Rechtsabbiegen ist hier nur für Busse, Taxen und zeitlich sehr stark begrenzt für Anlieferverkehr erlaubt, die Fahrbahnmarkierungen stellen jedoch einen „normalen“ Rechtsabbiege-Fahrstreifen dar (gestrichelte Linie, Rechtsabbiege-Pfeil). Mit einer der verkehrsrechtlichen Situation entsprechenden Fahrbahnmarkierung als Busspur könnten widerrechtliche Ein- und Durchfahrten vermindert werden, die den Betriebsablauf beeinträchtigen und die Fußgänger*innen gefährden, die die Fahrbahn queren. Der zentrale Busbahnhof Rathaus ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten des ÖPNV in Fürth, eine Optimierung des Betriebsablaufs bedeutet eine Verbesserung für eine sehr große Anzahl von Fahrgästen. Die höhere Zuverlässigkeit des Busverkehrs bewegt vielleicht noch mehr Menschen, das Auto stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu fahren.
Auch Anpassungen bei den Fahrkartenpreisen würden hier helfen. Daher gab es im Februar auch zwei GRÜNEN-Anträge zur Ausweitung des ÖPNV-Zuschusses für Fürth-Pass-Inhaber*innen und zum Kostenlosen ÖPNV-Verkehr an den Adventssamstagen und am Fürth-Festival-Sonntag.
Die Bereitschaft der Bevölkerung, zu Großveranstaltungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, ist nämlich absolut vorhanden. Doch überquellende Busse können auf manche*n wieder abschreckend wirken. Daher haben die GRÜNEN-Stadträt*innen auch beantragt, dass die Infra bei Großveranstaltungen das Busangebot verstärkt und beispielsweise auf stark frequentierten Linien Gelenkbusse anstelle von normalen Bussen einsetzt beziehungsweise den Takt verdichtet, wenn dieser nicht ausreichend erscheint.
Der Überblick über all diese GRÜNEN-Anträge zur Verkehrswende ist nur eine Momentaufnahme. Unermüdlich werden sich die GRÜNEN-Stadträt*innen weiter für nachhaltige Verkehrspolitik in Fürth einsetzen. So, wie sie das auch in der Vergangenheit immer getan haben. Immer öfter gelingt es auch, die anderen Parteien von der Sinnhaftigkeit dieser Veränderungen zu überzeugen… oft sogar soweit, dass manch eine*r schon mal vergisst, woher die Idee kommt und sie auch mal als eigene ausgibt.
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