9. Juli 2019 – Im Bio-Energie-Zentrum (BEZ) der infra fürth gmbh wird zur Gewinnung von Biogas unter anderem auch Silage aus Maispflanzen eingesetzt. Maissilage galt bislang als wirtschaftlichstes Biogassubstrat. Der dadurch stark ausgeweitete Maisanbau führt allerdings zu einer Abnahme der Strukturvielfalt auf den Feldern. In den Maismonokulturen finden Honigbienen nur wenige Blüten, Lebensräume für Wildtiere, Vögel und Insekten werden eingeschränkt.
Zur Vermeidung dieser negativen Nebeneffekte der Biogasgewinnung gibt es unterschiedliche Bemühungen, auch andere Pflanzen für die Biogaserzeugung nutzbar zu machen. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim entwickelt seit einigen Jahren mehrjährige Wildpflanzenmischungen für die Biogasproduktion und erprobt die Saatmischungen an verschiedenen Standorten.
Diese Wildpflanzenmischungen wären ein sinnvoller Kompromiss, der Wildtieren, Vögeln und Insekten einen Lebensraum bietet und dennoch eine ökonomische Biogasproduktion ermöglicht.
Die infra fürth gmbh sollte den aktuellen Stand dieser Forschungen berücksichtigen und entsprechend bei der nächsten Saatgutbestellung umsetzen.
Zur Sitzung des Aufsichtsrats der infra fürth gmbh am 18. Juli 2019 stellen wir daher folgenden
A n t r a g :
1. Die infra fürth gmbh gibt einen Einblick in die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich „neue Saatgutmischungen für die Biogasgewinnung“ und zeigt auf, welche Alternativen zur Maissilage in Fürth bereits eingesetzt werden. Darüber hinaus wird erläutert, ob und in welchem Umfang der Einsatz alternativer Saatgutmischungen im nächsten Jahr geplant ist und welche weiteren Maßnahmen in den Folgejahren angedacht sind.2. Gibt es Fördergelder der Bayerischen Staatsregierung im Zuge des erfolgreichen Volksbegehrens Artenschutz, die einen Einsatz der Wildpflanzenmischungen auch finanziell interessant machen?
Dieser Antrag als pdf-Datei:





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