19. September 2019 – Für wirksamen Klimaschutz wollen die GRÜNEN die sektorübergreifende Energiewende bei der Stromerzeugung, bei der Wärmegewinnung und im Verkehr. Wasserstoff spielt dabei in vielen Konzepten eine große Rolle. Im benachbarten Erlangen sitzt eine Firma, die sich zum wichtigen internationalen Player entwickeln kann: die Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, Weltmarktführer in der LOHC-Technologie.
Anlass für Vertreter*innen der Fürther GRÜNEN-Stadtratsfraktion, gemeinsam mit dem mittelfränkischen Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz, der Fürther Landtagsabgeordneten und wirtschaftspolitischen Sprecherin ihrer Fraktion Barbara Fuchs, dem klima- und energiepolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion Martin Stümpfig und dem örtlichen Erlanger Landtagsabgeordneten Christian Zwanziger zusammen mit interessierten Mitgliedern und Vorständen des GRÜNEN-Kreisverbands Fürth nach Erlangen zu fahren und den Betrieb am 17.9.2019 zu besichtigen.
In einer interessanten Diskussion mit Hydrogenious-Gründer und CEO Dr. Daniel Teichmann wurde deutlich: Wasserstoff wird in einem funktionierenden Energiesystem der Zukunft unverzichtbar sein. Vor allem dann, wenn er aus regenerativen Energien gewonnen und an eine ungiftige Flüssigkeit (LOHC) gebunden wird. Die Bindung an eine Flüssigkeit macht den Wasserstoff über weite Strecken einfach transportierbar.
Auch der Fraktionsvorsitzende Harald Riedel, der die Exkursion organisiert hatte, ist von der Technologie überzeugt: „Bei der Energiewende ist Wasserstoff die ideale Ergänzung zur batteriebetriebenen Elektromobilität. Die LOHC-Technologie hat den großen Vorteil, dass die bereits bestehende Infrastruktur, wie beispielsweise Tankstellen für LKWs und Busse, für grünen Wasserstoff aus regenerativen Energien weitergenutzt werden kann. Gerade diese Bereiche bieten auch zukünftige Anknüpfungsmöglichkeiten für die Kommunalpolitik.“
Mit LOHC werden aufwändige Druckbehälter für Transport und Lagerung überflüssig. Wasserstoff ist dadurch viel unkomplizierter für die verschiedensten Anwendungen in Industrie und Wärmeerzeugung verfügbar. Die Erlanger legen dabei ihr Hauptaugenmerk zunächst auf Industrieanwendungen und den Transport von Wasserstoff. In einem zweiten Schritt wird die Flüssigkeit auch als Kraftstoffersatz vor allem bei Zügen, Schiffen und LKWs einen festen Platz haben. Mittel- bis langfristig sehen die GRÜNEN auch eine Perspektive, mit der LOHC-Technologie Wasserstoff aus Wind- und Sonnenstrom in Skandinavien bzw. Nordafrika oder dem Mittleren Osten an die europäischen Verbrauchsorte zu transportieren.
Auch die Fürther Landtagsabgeordnete und Stadträtin Barbara Fuchs sieht Wasserstoff als festes Element in einem zukünftigen Klimakonzept: „Mir ist es besonders wichtig, dass bei politischen Entscheidungen zur Energiewende auch die Unternehmen mitgenommen werden. Mit Blick auf ein europa- und weltweites Energiekonzept müssen politisch die Weichen dafür gestellt werden, dass die Wertschöpfung vor Ort den beteiligten Ländern, z.B. in Nordafrika zugutekommt, damit diese Länder eine faire wirtschaftliche Perspektive haben.“
Uwe Kekeritz (MdB) erweitert den Blick auf die menschen- und umweltrechtlichen Aspekte der konkurrierenden Batterietechnik: „Der Lithiumabbau in Bolivien oder die Gewinnung von Kobalt in Afrika gehen mit vielen Umwelt- und Menschenrechtsproblemen einher. Die Wasserstofftechnik eröffnet hier einen Lösungsweg. Außerdem ist sie nötig, um neben dem Auto auch beim Schwerlastverkehr, bei Containerschiffen und Baumaschinen die Energiewende zu schaffen. Was wir in Erlangen gesehen haben, zeigt, dass das machbar ist – und zwar auch zu tragbaren Kosten.“
Weitere Informationen zur LOHC-Technologie finden Sie unter www.hydrogenious.net
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