4. März 2021 – Spätestens in der Pandemie wurde das Internet zum unverzichtbaren Alltagsbestandteil: Vorstellungsgespräche, Schulunterricht, Integrationskurse – alles findet online statt. In den Fürther Gemeinschaftsunterkünften wird das für die Geflüchteten allerdings zum Problem, denn WLAN gibt es bisher nur vereinzelt. Die Auswirkungen auf Bildungs- und Chancengleichheit sind gravierend.
Bis Dezember wären den Menschen in den Unterkünften 36 Euro von ihrem Taschengeld gestrichen worden, wenn sie Zugriff auf kostenloses WLAN bekommen hätten. Diese Regelung ist nun endlich aufgehoben worden. Nun sollte die Stadt Fürth alle Bemühungen unterstützen, den Bewohner*innen der Unterkünfte so schnell wie möglich einen vernünftigen WLAN-Zugang zu ermöglichen. Nur so können Erwachsene an den Integrationskursen teilnehmen und die Kinder, Jugendlichen und Berufsschüler*innen dem Schulunterricht folgen.
Die Stadt Fürth soll daher mit der Caritas als Betreiber der Gemeinschaftsunterkünfte und den Ehrenamtlichen von „Freifunk“ zusammenarbeiten, um zeitnah eine entsprechende WLAN-Infrastruktur aufbauen. Dabei soll sie die anfallenden Kosten übernehmen, die von der geplanten Kostenübernahme durch die Regierung von Mittelfranken bzw. den Freistaat Bayern nicht gedeckt sind. Außerdem kann die Stadt Fürth die Installation konkret mit Personal und Hilfsmitteln wie Hebebühnen oder ähnlichen benötigten Gerätschaften unterstützen – und sollte dies auch tun, wo immer möglich.
Zur Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit am 11. März 2021 stellen wir folgenden
A n t r a g :
Die Stadt Fürth setzt sich mit der Caritas und den Ehrenamtlichen von Freifunk in Verbindung, um in allen Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete in Fürth für funktionierendes WLAN zu sorgen. Dazu soll die Stadt Fürth, wo sinnvoll und möglich, personelle Ressourcen und Hilfsmittel bereitstellen (z.B. unentgeltliches Überlassen von Hebebühnen und anderen Gerätschaften).Außerdem werden, falls nötig, finanzielle Mittel in Ergänzung zur geplanten Finanzierung durch den Freistaat Bayern / die Regierung von Mittelfranken zur Verfügung gestellt.
Dieser Antrag als pdf-Datei:





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