18. August 2021 – Von Tag zu Tag wird die Lage in Afghanistan dramatischer. Die Taliban haben das Land überrannt und sind bis in die Hauptstadt Kabul vorgestoßen, das einheimische Militär hat sich zurückgezogen. Europäer*innen wie Botschaftsmitarbeiter*innen und Soldat*innen wurden bereits evakuiert. Doch auch Hunderte afghanische Ortskräfte, die oft jahrelang für deutsche Institutionen wie Botschaft, Hilfsorganisationen, Bundeswehr oder deutsche Medien gearbeitet haben, fürchten unter der neuen Herrschaft der Taliban um ihr Leben und sollen evakuiert werden.
„Frauenrechtler*innen, Demokrat*innen, Künstler*innen und Angehörige der LGBTQ-Community sind im Scharia-Regime der Taliban ebenfalls besonderen Gefahren ausgesetzt. Wenn es diesen Menschen gelingt, mit den Evakuierungsflügen aus Afghanistan zu fliehen, muss auch ihnen umgehend aus humanitären Gründen geholfen werden“, so die GRÜNEN-Stadtratsfraktion.
Mit einem Antrag will die Fraktion erreichen, dass die Stadt Fürth der Bundes- und Landesregierung anbietet, kurzfristig bis zu 10 aus Afghanistan geflüchtete Familien aufzunehmen, die nach dem Abzug der westlichen Militärs in Lebensgefahr schweben.
Denn die GRÜNEN-Stadträt*innen sind überzeugt: „Diese Menschen, die offen für Deutschland gearbeitet haben oder sich für freiheitlich-demokratische Werte unserer Gesellschaft eingesetzt haben, muss man schützen. Auch wenn über die letztendliche Zuweisung der Geflüchteten das Bayerische Innenministerium entscheidet, gebieten es Anstand und Menschlichkeit, dass die Stadt Fürth signalisiert, dass die Geflüchteten hier willkommen sind.“
München hat der Bundeskanzlerin bereits mitgeteilt, jederzeit 260 Menschen sofort aufzunehmen; auch die Nachbarstädte Erlangen und Nürnberg haben sich bereits offiziell zur kurzfristigen Aufnahme von Geflüchteten aus Afghanistan bereit erklärt und in einigen anderen Städten laufen ähnliche Anträge.
2019 hat sich die Stadt Fürth auf einen GRÜNEN-Antrag hin der Aktion „Seebrücke“ angeschlossen und damit signalisiert, dass Fürth ein Ort ist, an dem Geflüchtete sicher leben können. Nun ist es an der Zeit, diesem Bekenntnis Taten folgen zu lassen und in dieser absoluten Notsituation schnell und unbürokratisch Hilfe anzubieten.
– Afghanische Ortskräfte, die jahrelang für deutsche Institutionen gearbeitet haben, müssen einen sicheren Ort zum Leben bekommen.
– Fürth soll kurzfristig bis zu 10 aus Afghanistan geflüchtete Familien aufnehmen, die nach dem Abzug der westlichen Militärs in Lebensgefahr schweben.
– München, Nürnberg, Erlangen und andere Städte haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert.
Diese Pressemeldung als pdf-Datei:





Neuste Artikel
Frauen KOmmunalpolitik Kommunalwahl 2026 Stadtrat Stadtratswahl
Neue Frauen in der Fraktion
energiepolitik Klima KOmmunalpolitik Kommunalwahl Soziales Stadtrat Stadtratswahl Wahl
Vereidigung von drei neuen GRÜNEN-Stadträtinnen in Fürth
8. Mai 2025 – Drei neue GRÜNEN-Stadträtinnen wurden in der konstituierenden Sitzung des Fürther Stadtrats am 6. Mai 2026 vereidigt. Johanna Barber, Katrin Grünbaum und Dr. Kristin Hecker ergänzen die erfahrene Stadträtin Sabine Weber-Thumulla und ihre Kollegen Felix Geismann, Kamran Salimi und Harald Riedel. In einer internen Sitzung hatte die neue Fraktion im Vorfeld Kamran…
KOmmunalpolitik Kommunikation Stadtrat Teilhabe Transparenz
Antrag: Erlass der Geschäftsordnung für den Fürther Stadtrat
6. Mai 2026 – In der Synopse zu den geplanten Änderungen der Geschäftsordnung für den Fürther Stadtrat ist zu erkennen, dass zwei größere (Teil-)Sätze hinzugefügt werden sollen. Gemäß Satz 1 ist bislang für Bild- und Tonaufzeichnungen aller Art die Genehmigung der oder des Vorsitzenden und des Stadtrats oder des betreffenden Ausschusses nötig. Die vorgeschlagene Ergänzung…
Ähnliche Artikel
Frauen | KOmmunalpolitik | Kommunalwahl 2026 | Stadtrat | Stadtratswahl
Neue Frauen in der Fraktion
Feminismus | Frauen | Gleichstellung | Klima | Klimaanpassung | Klimaschutz | Stadtrat | Stadtratswahl | Stadtverwaltung | Verwaltung
GRÜNEN-Fraktion Fürth schlägt Sabine Weber-Thumulla zur Wahl als Dritte Bürgermeisterin vor
30. April 2026 – In der konstituierenden Sitzung des Fürther Stadtrats am 6. Mai 2026 soll laut Tagesordnung wieder ein*e Dritte*r Bürgermeister*in gewählt werden. Die GRÜNEN-Fraktion Fürth hat sich entschieden, mit Sabine Weber-Thumulla eine eigene Kandidatin ins Rennen zu schicken und nicht dem zwischen CSU und SPD vereinbarten Wahlvorschlag zu folgen. Dafür gibt es zwei…
Feminismus | Frauen | Gleichstellung | Klima | Klimaanpassung | Klimaschutz | Politik | Stadtrat | Stadtratswahl
Antrag: Wahlvorschlag für das Amt der dritten Bürgermeisterin: Sabine Weber-Thumulla
ERGEBNIS: Sabine Weber-Thumulla erreichte beachtliche 13 Stimmen, der amtierende Dritte Bürgermeister (CSU) bekam 34 Stimmen bei 4 ungültigen /Enthaltungen. 30. April 2026 – Für die aktuell dem Amt zugeordneten Zuständigkeitsbereiche Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz ist Sabine Weber-Thumulla aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen und Tätigkeiten in diversen Gremien, aber auch ihrer bisherigen Themenschwerpunkte im Stadtrat bestens qualifiziert. Zu…