Im Januar hat die Fürther Stadtverwaltung im Bauausschuss ihre aktuellen Planungen für den Umbau der Königstraße vorgelegt. Vor allem Rad- und Busverkehr sollen mehr Raum bekommen, Vorrangschaltungen an den Ampeln sollen Busse z.B. zügiger vorankommen lassen.
Da es sich um gravierende Änderungen im Straßenraum und den anliegenden Bereichen handelt, organisierten verschiedene Fürther Initiativen wie ADFC, VCD, Seebrücke, Bluepingu, HumaQ und Vertreter*innen aus der Wirtschaft im Vorfeld eine Bürgerbeteiligung. „Die Hoffnung war, mehr Transparenz zu schaffen, Wissen zu vermitteln, sich auszutauschen, verschiedene Optionen zu diskutieren und damit ein breiter akzeptiertes Ergebnis zu erhalten“, erklärt GRÜNEN-Stadtrat Christoph Wallnöfer.
Sechs Tage lang wurden die Planungen im Zukunftssalon „Tataa“ am Grünen Markt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, es standen verschiedene Gesprächspartner*innen zur Verfügung.
Zwischen der Kirche Unsere Liebe Frau und der Rathauskreuzung soll es an beiden Seiten Radfahrstreifen geben – nicht nur Schutzstreifen, auf die auch Autos ausweichen dürfen. Vor dem Rathaus ist eine Querungsmöglichkeit über den Busbahnhof vorgesehen. So entsteht eine durchgehende Radverbindung vom Kulturforum zur Stadthalle. Da es auch eine separate Busfahrspur geben wird, bleibt für Autos, Lkws und Motorräder überwiegend nur noch eine Spur. Auch 20 Parkplätze werden wegfallen.
Von diesen Planungen waren nicht alle begeistert. So hatte allein der städtische Wirtschaftsbeirat ein Dutzend Einwände und Verbesserungsvorschläge.
Christoph Wallnöfer zieht dennoch eine positive Bilanz: „In den 6 Tagen konnten wir aufzeigen, dass die Bedenken des Wirtschaftsbeirats unbegründet waren. Es gibt zwar künftig nach dem Umbau teilweise nur noch eine Fahrspur pro Richtung, um z.B. Platz für Radwege zu schaffen. Entscheidend für die Leistungsfähigkeit einer Kreuzung sind jedoch die Fahrspuren vor einer Ampel. Und da werden es wieder zwei, sodass es zu keinen Rückstaus kommen kann.“
2025 soll der Umbau bei der Einmündung der Friedrichstraße beginnen. Aktuell wird mit zweieinhalb Jahren Gesamtbauzeit gerechnet.
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