9. Juli 2020 – Als notwendiger Bestandteil einer ökologischen Verkehrswende ist die Einrichtung eines Leihfahrrad-Systems für das Fürther Stadtgebiet inzwischen breiter Konsens. An den U-Bahnhöfen sollen die Leihstationen entstehen. Bislang plant die infra, ein eigenes System zu entwickeln. Die Kosten für einen eigenen Internetauftritt mit eigenem Buchungs- und Abrechnungssystem, eine eigene Fahrradwerkstatt, Lagerhallenmiete, etc. würden schwer auf der infra lasten, die sich durch die Corona-Krise ohnehin mit enormen finanziellen Belastungen konfrontiert sieht. Ein eigenes System ist also momentan aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht die beste Lösung. Das Vorhaben für ein paar Jahre zu verschieben, ist aber auch keine Lösung.
Im Zwiespalt zwischen Dringlichkeit und Sparzwang aufgrund der Corona-Krise sollte daher die Übernahme eines bestehenden Systems für das Fürther Stadtgebiet geprüft werden. Dabei könnten auch Synergieeffekte genutzt werden, wenn die Wahl beispielsweise auf das Nürnberger System VAG-Rad fallen würde. Mit einem eigenen Fürther System würden Pendler 2 Apps mit 2 Benutzerkonten benötigen. Bei einem Betrieb über die Stadtgrenze hinaus könnten Fürther Kund*innen die im Abo inbegriffenen 100 Freiminuten monatlich auch endlich im Fürther Stadtgebiet nutzen. Die Einrichtung eines Leihfahrrad-Systems muss natürlich rechtskonform zu den EU-Richtlinien erfolgen.
Zur Sitzung des Aufsichtsrats der infra fürth verkehr GmbH am 16. Juli 2020 stellen wir daher folgenden
A n t r a g :
Die infra fürth verkehr GmbH verzichtet auf die Entwicklung eines eigenen Leihradsystems und startet stattdessen rechtskonform mit den EU-Vorgaben ein Interessensbekundungsverfahren, um die Einsparpotenziale und Synergieeffekte zu nutzen, die sich mit der Übernahme eines bestehenden Systems (z.B. „VAG-Rad“) ergeben.
Dieser Antrag als pdf-Datei:





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