Die Eingänge zum Stadtpark in der Otto-Seeling-Promenade waren ständig zugeparkt, Menschen mit Kinderwägen, Rollstühlen oder Rollatoren hatten es schwer und mussten Umwege laufen. Kein Wunder, schließlich befand sich direkt vor dem Eingang ein Parkplatz am Straßenrand. Einen echten Zugang gab es nicht. Und obwohl die Notwendigkeit einer Veränderung so offensichtlich war, hat es sage und schreibe 5 Jahre bis zur Umsetzung einer kleinen Maßnahme gedauert.
Denn schon im Oktober 2020 stellte die GRÜNEN-Fraktion den Antrag, in der Otto-Seeling-Promenade auf Höhe der Goethestraße eine Parkverbot-Markierung anzubringen, damit der Zugang in den Stadtpark für Fußgänger*innen frei gehalten wird.
Die Autos parkten sowohl vor diesem Zugang zum Stadtpark als auch vor dem Zugang in der Kurve gegenüber der Otto-Seeling-Promenade 12. „Fußgänger*innen konnten sich zwar meistens noch zwischen den parkenden Autos durchschlängeln, doch mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl war der Stadtpark an dieser Stelle oft nicht zu erreichen.“, erzählt GRÜNEN-Stadtrat Felix Geismann. „Auch Sanitäter*innen, die ihre Ausrüstung samt Krankentrage durch eine kleine Lücke zwischen zwei parkenden Autos durchbalancierten, mussten wir hier schon beobachten.“
Auch beeinträchtigen die parkenden Fahrzeuge gravierend die Übersichtlichkeit einer sensiblen Kreuzungssituation: Nur zu leicht sind etwa aus dem Park eilende Kinder zu übersehen. Direkt neben dem Weg befindet sich ein Kindergarten, in der Nähe mehrere Schulen.
Damals, zum Zeitpunkt der ersten Antragstellung vor fünf Jahren, wurde auf die „zeitnahe“ Umsetzung der geplanten „Grünen Fußgängerachse“ zwischen Stadtpark und Südstadtpark hingewiesen. Da dieses Projekt inzwischen weder umgesetzt wurde, noch in absehbarer Zeit mit der Umsetzung zu rechnen war, sollte wenigstens diese kleine Maßnahme erfolgen, die mit wenig Aufwand verbunden ist, aber für Fußgänger*innen einen gravierenden Unterschied macht. Also stellten die GRÜNEN-Stadträt*innen im Mai 2024 erneut einen Antrag. Die baldige Umsetzung wurde zugesagt.



„Am 28. Juli war es dann endlich soweit. Absperrungen, Flatterband, am nächsten Tag wurde für die Barrierefreiheit eine Rampe aufgepflastert, links und rechts ein Fahrradbügel aufgestellt – Durchgang gesichert!… Dachte man. Doch eine Woche später parkten schon die ersten Kleinwagen wieder auf der markierten Freifläche“, schildert Felix Geismann.
Nach einer kurzen Intervention bei der Stadt wurde der Durchgang noch um zwei Pfosten in der Mitte zwischen den Fahrradbügeln ergänzt, die tatsächlich wirksam verhindern, dass sich Autos vor den Durchgang stellen.
„Jetzt ist es wirklich eine gute Lösung. Und es wurde nicht nur ein unbehinderter Zugang in den Park geschaffen, sondern der ganze Bereich auch optisch aufgewertet. Das Ganze wirkt ja auch stadträumlich jetzt sehr positiv als Öffnung ins Grüne“, stellt Felix Geismann zufrieden fest.
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