4. Juli 2019 – Parteiübergreifend ist man sich einig: Die Zustände am Recyclinghof Atzenhof in der Vacher Straße sind auf Dauer unannehmbar. Vor allem zu Stoßzeiten bricht hier aufgrund der beengten Platzverhältnisse das Chaos aus. Ungünstige Zufahrt und Verkehrsführung tragen ebenfalls dazu bei, dass die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen und die Anlieferung von Wertstoffen durch die Bürger*innen schwierig sind.
Eine Erweiterung des bestehenden Recyclinghofs am ehemaligen Müllberg ist nicht realisierbar. Doch bislang fand sich keine Ersatzfläche. Vermeintlich geeignete Alternativstandorte haben sich aus den unterschiedlichsten Gründen wieder zerschlagen, oft wegen der Preisvorstellungen von Verkäufer*innen infrage kommender Flächen.
Im letzten Umweltausschuss am 16. Mai unterbreiteten die GRÜNEN Stadträt*innen daher beim Thema „Jahresbericht der Abfallwirtschaft“ einen Vorschlag für einen neuen Standort: Vor kurzem hat die Stadt Fürth ein großes zusammenhängendes Gebiet nordwestlich der Mainstraße zwischen Gartencenter Dauchenbeck und Rezatstraße (Brücke über den Rhein-Main-Donau-Kanal) erworben.
Hier soll Gewerbe angesiedelt werden. Ein Teilgrundstück will die GRÜNEN-Stadtratsfraktion für den neuen Recyclinghof reservieren und hat nun zum Umweltausschuss beantragt, die ersten erforderlichen Planungsschritte einzuleiten: „Lage und Beschaffenheit dieser Grundstücke sind ideal für einen neuen Recyclinghof geeignet: die gleiche stadträumliche Lage wie der bisherige Recyclinghof in Atzenhof und eine gute Verkehrserschließung. Die Nähe zum städtischen Bauhof – der auch Betreiber des Recyclinghofs ist – ermöglicht Synergieeffekte, z. B. im Bereich der Containerlogistik.“
Wie ein zeitgemäßer Recyclinghof aussieht, macht gerade der Landkreis Fürth in Leichendorf vor, wo 4,5 Millionen Euro in Vergrößerung und Modernisierung des Wertstoffhofs gesteckt werden, um den Betrieb effizienter und sicherer für Kund*innen und Mitarbeiter*innen zu gestalten. Zur Erhöhung der Sicherheit wird künftig beispielsweise auf dem gesamten Gelände der LKW- vom PKW-Verkehr getrennt geführt.
Den größten Vorteil des vorgeschlagenen Standorts an der Rezatstraße erläutern die GRÜNEN-Stadträt*innen: „Das Grundstück gehört bereits der Stadt. Das heißt, man muss sich diesmal nicht mit überhöhten Preisvorstellungen herumschlagen. Der neue Recyclinghof Fürth-Nord wird also kostengünstiger als bei anderen Varianten. Außerdem kann die Stadt dort nach eigenem Ermessen flexibel auswählen, welches Teilgrundstück am geeignetsten erscheint und mit den Planungen loslegen.“
• Recyclinghof Atzenhof in der Vacher Straße nicht mehr zeitgemäß; schon länger erfolglose Suche nach Alternativstandort, oft an Preisvorstellungen der Grundstückseigentümer*innen gescheitert
• Vorschlag der GRÜNEN-Stadtratsfraktion im Umweltausschuss vom 16. Mai 2019: Städtische Flächen nordwestlich der Mainstraße zwischen Gartencenter Dauchenbeck und Rezatstraße nutzen
• Vorteile: gleiche stadträumliche Lage wie der bisherige Recyclinghof, gute Verkehrserschließung, keine unliebsamen Überraschungen beim Grundstückspreis, Synergieeffekte mit Bauhof
Diese Pressemeldung als pdf-Datei:
Link zum Antrag der Stadtratsfraktion: https://www.gruene-fuerth.de/2019/07/03/antrag-flaechen-aus-staedtischem-besitz-fuer-neuen-recyclinghof-fuerth-nord/
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