Bauprojekte

Zwischennutzung der Alten Feuerwache

Sehr viele Stunden Arbeit stecken im Plan einer Zwischennutzung der Alten Feuerwache: Zeit für Treffen, Ideenfindung, Absprachen, Klärungsgespräche. Viele andere Städte nutzen seit Langem das städtebauliche Instrument der Zwischennutzung, um Leerstände zu vermeiden, die Bausubstanz durch vorübergehende Nutzung zu erhalten und gleichzeitig der Raumnachfrage von verschiedensten Akteuren, meist aus dem sozio-kulturellen und Umwelt-Bereich, nachzukommen.

Die Alte Feuerwache ist eines von ganz wenigen geeigneten Raumpotenzialen in Fürth, bei denen man Hochkultur und Soziokultur sowie Nachhaltigkeitsinitiativen auf diese Weise fruchtbar gemeinsam entwickeln könnte z.B als Zukunfts- und Kreativzentrum. Die GRÜNEN-Stadtratsfraktion hat zu diesem Thema mehrere Anträge gestellt, um dieses Vorhaben zu unterstützen. Ganz aktuell insbesondere unter dem Aspekt, dass der Auszug der Berufsfeuerwehr unmittelbar bevorsteht und jetzt ganz konkret entschieden werden muss, ob man das Gebäude dauerhaft leerstehen lässt oder nahtlos einer Zwischennutzung zuführt.

Doch in den Sitzungen von Bauausschuss und Kulturausschuss im November 2020 stellte sich heraus, dass es eine kulturelle Zwischennutzung der alten Feuerwache wohl nicht geben wird. Sobald die Feuerwache leer steht, soll die Freiwillige Feuerwehr in die Fahrzeughalle im Erdgeschoss einziehen. Die ist momentan im Untergeschoss des Sozialrathauses untergebracht und steht an dieser Stelle aber dem Neubau des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums im Weg. Der gesamte Rest des Gebäudes soll auf unbestimmte Zeit leer stehen.

Für die Freiwillige Feuerwehr gibt es allerdings auch Überlegungen, dieser in der Südstadt ein neues Gebäude zur Verfügung zu stellen, das speziell für ihre Bedürfnisse ausgelegt und gebaut werden soll. Die GRÜNEN-Fraktion war die einzige, die konsequenterweise zu den Haushaltsberatungen die Einstellung entsprechender Mittel zur Realisierung in den Haushalt 2021 gefordert hatte. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt.

GRÜNEN-Stadtrat Harald Riedel, der den ganzen Prozess für die Zwischennutzung der Alten Feuerwache von Anfang an begleitet hat, ist enttäuscht: „Während aller Gespräche mit der Stadt wurde immer der Eindruck vermittelt, es gäbe eine reele Chance auf Realisierung des Zukunfts- und Kreativzentrums. Die verschiedenen Gruppen haben an ihre Idee geglaubt und sie wurden auch von der Stadtspitze in diesem Glauben gelassen.“

Um der Idee noch eine letzte Chance zu geben, beantragte die GRÜNEN-Stadtratsfraktion zu den Haushaltsberatungen, die ursprünglich für 2020 bewilligten Mittel wieder in den Haushalt 2021 einzustellen. Zudem beantragte sie zusätzliche Mittel, damit in der Alten Feuerwache so zügig wie möglich ein Konzept für die Zwischennutzung entwickelt und umgesetzt werden kann. Die Reaktion der Stadtratsmehrheit spricht Bände: Antrag abgelehnt.

„Es ist wirklich ärgerlich, wenn die Stadt Fürth es nicht schafft, hier Räume für ein Zukunfts- und Kreativzentrum zur Verfügung zu stellen, wenn sich so viele Freiwillige mit Ideen und Projekten beteiligen. Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich monate- und sogar jahrelang mit dem Thema beschäftigt haben und in einen hoffnungsvollen Dialog mit der Stadt, der Bauverwaltung und dem Sozial- und Kulturreferat getreten sind“, so Harald Riedel.

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