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Antrag: Fördermöglichkeiten für Kunstwerke an großen Wandflächen im öffentlichen Raum

25. Januar 2024 – Kunstvolle Wandbilder (engl. „Murals“) verschönern Brandschutzwände, fensterlose Gebäuderückseiten und andere triste große Flächen im öffentlichen Raum. Wunderschöne Beispiele gibt es beispielsweise in der lettischen Stadt Liepaja (siehe Anhang), in Lissabon oder in Paris, aber auch in Bayreuth. Dort wurde im Jahr 2018 zur Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses ein abgestimmtes Kunstprojekt umgesetzt: an mehreren geeigneten großen Hauswänden wurden verschiedene überdimensionale Wandgemälde mit dem Motto „Wilhelmine“ umgesetzt. (Fotos siehe Anlage)

Es gibt verschiedene Formen von Wandmalerei, die Abgrenzung zu Graffiti zeigt sich in Motivwahl und Qualitätsanspruch, der Übergang ist aber fließend. Teilweise sind die Darstellungen besonders realistisch und versuchen durch perspektivische Darstellung Dreidimensionalität vorzutäuschen. Diese Unterform wird illusionistische Malerei oder „Trompe-l’œil“ genannt Dann lehnen sich vermeintlich Menschen aus aufgemalten Fenstern oder es entstehen ganze Scheinarchitekturen wie Treppen, Anbauten, etc. Neben der gestalterischen Aufwertung wirken diese Illustrationen auch raumerweiternd, können den begrenzenden Charakter grauer Wände aufbrechen

Die großflächigen Kunstwerke sind gleichzeitig eine Verschönerung des Stadtbilds und bieten Künstler*innen die Gelegenheit der öffentlichen Präsentation. Daher wäre beispielweise auch ein Integrieren in die Fürther Veranstaltung „FREI LUFT GALERIE“ mit verschiedenen Kunstangeboten im öffentlichen Raum möglich.

Auch in Fürth gibt es große Flächen, deren künstlerische Ausgestaltung die Stadt fördern sollte. Eventuell können sogar pädagogische Konzepte integriert werden.

Zur Sitzung des Kulturausschusses am 1. Februar 2024 stellen wir daher folgenden

A n t r a g:
Die Verwaltung informiert über die Fördermöglichkeiten von Wandbildern im öffentlichen Raum, beispielsweise an Brandschutzwänden, fensterlosen Gebäuderückseiten etc. und beantwortet dabei u.a. folgende Fragen:
1. Welche Potenziale gibt es für großflächige Street Art in Fürth?
2. Werden bei einer bestimmten Stelle Angebote gesammelt, mit denen Künstler*innen oder Hauseigentümer*innen an die Stadt herantreten?
3. Welche Aktionen wären in diesem Bereich der Street Art realisierbar?
4. Inwieweit könnte man diese Kunstform in bestehende Kunstförderung integrieren?
5. Welche weiteren Fördermöglichkeiten gibt es für diese Kunstform?

Dieser Antrag als pdf-Datei:

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