Fahrradverkehr

Plötzlich in greifbare Nähe gerückt: Umweltspur in der Schwabacher Straße

„Da sieht man wieder mal: Dranbleiben lohnt sich.“ Dieses Resümee zog GRÜNEN-Stadtrat Harald Riedel nach dem Bauausschuss am 11. März 2026. Dort wurde nämlich beschlossen, die Bauarbeiten bei der Umgestaltung der Kreuzung Schwabacher Straße/Tucherstraße so auszuführen, dass man bei einem späteren Beschluss einer Umweltspur nur noch die Markierungen und kleinere Anpassungen an der Lichtsignalanlage ergänzen müsste.

Schon zum Februar-Bauausschuss hatte die GRÜNEN-Fraktion die Einrichtung einer Umweltspur im südlichen Teil der Schwabacher Straße ins Spiel gebracht. Sie hatte den Antrag gestellt, dass in der Schwabacher Straße zwischen der Einmündung der Benno-Strauß-Straße (auf Höhe des Gewerbehofs Complex) und der künftigen U-Bahn-Endhaltestelle Gebersdorf auf einer der beiden Richtungsfahrbahnen keine Autos mehr fahren dürfen, sondern nur ÖPNV, Taxis und Radverkehr. Doch damals wurde der Vorschlag abgelehnt, weil die Verwaltung angab, die Neuplanung einer Umweltspur würde die Erneuerung der Schwabacher Brücke um ein Jahr zurückwerfen.

„Aber wir haben nicht locker gelassen, dafür war das Thema zu wichtig“, sagt Harald Riedel.

Die Planungen für den Umbau der Kreuzung sind mehr als 5 Jahre alt. Seitdem haben sich wichtige Voraussetzungen grundlegend geändert, wie Harald Riedel erläutert: „Der Busverkehr in der Schwabacher Straße wird den neuen Busbahnhof Gebersdorf mit Anschluss an die neue U3 mit dem zentralen Busbahnhof und Hauptbahnhof Fürth verbinden. Wenn 2027 der neue U-Bahnhof Gebersdorf in Betrieb genommen wird, wird in der Schwabacher Straße alle 10 Minuten die Buslinie 67 jeweils in beiden Richtungen fahren und zusätzlich eine neue Schnellbuslinie des Landkreises Fürth ergänzend zwischen der U-Bahn-Haltestelle Gebersdorf und Fürth Hauptbahnhof pendeln. Für diese Busse brauchen wir einfach eine leistungsfähige Achse!“

Diese Entwicklung macht die Schwabacher Straße zu einer sehr bedeutenden Querspange vom Hauptbahnhof Fürth zur neuen Gebersdorfer U3 und darüber hinaus auch für Umsteigeverbindungen zur U1 + U2 sowie diversen Buslinien in den Landkreis Fürth. Perspektivisch ergibt sich eventuell sogar eine Anbindung in Stein an die S-Bahn nach Ansbach. Ohne eine gute Anbindung nach Fürth würden sich wohl viele Menschen aus dem Landkreis zum Einkaufen gleich Richtung Nürnberger Innenstadt orientieren.

„Wenn jetzt ein Kreuzungsumbau ansteht, dann sollte man unbedingt prüfen, welche Vorkehrungen man für eine Umweltspur für Busse, Taxis und Fahrräder treffen müsste und das bereits bei den Planung berücksichtigen. Darum haben wir noch einmal einen entsprechenden Antrag gestellt“, erzählt Harald Riedel.

Die Prüfung durch Stadtplanungsamt und Tiefbauamt war positiv und nun wird tatsächlich der Umbau der Ampelanlage so gestaltet, dass zu einem späteren Zeitpunkt mit geringem finanziellem Aufwand eine Umweltspur eingerichtet werden kann. Die Ampeln werden nun mit zusätzlichen Kabeln ausgestattet, damit man sie später für eine Umweltspur erweitern kann.

Bis zur Michaelis-Kärwa soll der Kreuzungsumbau fertig sein. „Ob wir später dann die gewünschte Umweltspur bekommen, bleibt abzuwarten. Aber durch unseren Antrag haben wir wenigstens die Möglichkeit offen gehalten“, sagt Harald Riedel zufrieden.

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