27. Januar 2020 – Überflugansichten von Fürth zeigen es deutlich: In der selbsternannten „Solarstadt“ Fürth gibt es noch sehr viel ungenutztes Potenzial auf Dachflächen. Und zwar nicht nur in älteren Stadtteilen, auch in Neubaugebieten.
„Eigentlich sollte die Nutzung der Sonnenenergie inzwischen selbstverständlich sein. Da sie das offenbar nicht ist, muss die Stadt hier nachhelfen und verbindliche Vorgaben machen“, meinen die GRÜNEN-Stadträt*innen.
Dass dies auch rechtlich möglich ist, zeigen viele Städte, in denen bereits eine „Solarpflicht“ umgesetzt wurde, darunter auch beispielsweise Pfaffenhofen an der Ilm. Im letzten Jahr wurde dort für zwei Bebauungspläne die Nutzung der Solarenergie festgeschrieben. In einem Fall handelte es sich um ein neu ausgewiesenes Baubaugebiet, im anderen Fall um ein älteres Stadtgebiet, für das der Bebauungsplan umfassend überarbeitet wurde. Neben Geschossanzahl, Dachneigung und ähnlichen Vorgaben müssen dort künftig verbindlich festgelegte Anteile der Dachflächen mit Photovoltaikanlagen bestückt werden.
Doch die Fürther GRÜNEN denken bei der Nutzung der Sonnenenergie weiter: „Beim Wort „Solarenergie“ kommen den meisten zunächst Photovoltaikanlagen in den Sinn, die Sonnenlicht in Strom umwandeln. Doch auch Warmwasser lässt sich aus Sonnenlicht erzeugen – in Solarthermie-Anlagen. Und auch Dachbegrünung nutzt die Energie der Sonne und verbessert so das Mikroklima. Diese drei Optionen bieten Bauherr*innen ausreichend Freiheit, ein Bauprojekt ansprechend und rentabel zu gestalten – und gleichzeitig zum Klimaschutz beizutragen.
Alle drei Möglichkeiten der Sonnennutzung tragen dazu bei, die wichtigen Klimaziele zu erreichen. Die Begrünung von Dachflächen hilft auch, mit den Folgen des Klimawandels besser umzugehen. In den immer heißeren Sommern wird es wichtiger, dass gerade in der Stadt nicht alle Flächen versiegelt sind. Beton, Asphalt, Ziegeldächer… all das speichert Wärme und heizt die Stadt weiter auf. Begrünte Dächer leisten daher einen sehr wichtigen Beitrag zu einem angenehmeren Mikroklima und zur Lebensqualität in der Stadt.
Zum Bau- und Werkausschuss am 5. Februar 2020 stellt die GRÜNEN-Stadtratsfraktion daher den Antrag, dass die Stadt Fürth künftig u.a. bei neuen Bebauungsplänen oder der Überarbeitung von Bebauungsplänen die verbindliche Nutzung von Sonnenenergie in Form von Photovoltaik, Solarthermie oder Dachbegrünung festlegt.
• Viel ungenutztes Potenzial auf Dachflächen der „Solarstadt“ Fürth
• Stadt soll Solarnutzung verbindlich u.a. in neue und überarbeitete Bebauungspläne aufnehmen
• Mögliche Nutzung der Sonnenenergie in Form von Photovoltaik, Solarthermie und Dachbegrünung
Diese Pressemeldug als pdf-Datei:
Link zum Antrag im Bau- und Werkausschuss am 5. Februar 2020





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