Das Areal des Waldheims Sonnenland zeichnet sich durch seine naturnahe Lage im Stadtwald aus.Bei einem derart sensiblen Gelände darf nicht vorschnell eine Entscheidung über die künftige Nutzung getroffen werden.
„Die Umwandlung in Eigentumswohnungen ist bestimmt nicht die beste Nutzungsoption“, ist sich GRÜNEN-Stadträtin Hanne Wiest sicher. In dem Gebäudekomplex mitten im Fürther Stadtwald war zuletzt eine Einrichtung für Menschen mit psychischer Erkrankung untergebracht. Und es gibt tatsächlich Ideen für eine Nachnutzung, die auch wieder einen Nutzen für die Allgemeinheit hätten.
Im ehemaligen Waldheim Sonnenland könnte eine Kombination aus Kinderkrippe, Kindergarten, Hort und Umweltstation entstehen. Auf einen Antrag der GRÜNEN-Stadtratsfraktion hin konnten anwesende Vertreter*innen des Kinder(H-)Ort Moggerla e.V. in der Sitzung vom 7. Juli 2022 die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit über ihre Idee informieren.
Vor allem im städtischen Umfeld verlieren immer mehr Kinder den Bezug zur Umwelt. Hier ist es die Aufgabe der Umweltbildung in der Kita, dieses Wissen an die Kinder heranzutragen. Denn nur wer die Natur kennt, ist später in der Lage, umweltbewusst zu handeln. Nachhaltigkeit gewinnt immer stärker an Relevanz und deshalb ist es sinnvoll, schon bei den Kindern mit einem naturpädagogischen Ansatz ein Bewusstsein dafür zu schaffen.
Hanne Wiest findet die Idee toll: „Das leer stehende ehemalige Waldheim Sonnenland könnte zu einem Ort werden, an dem Kinder verschiedenerAltersgruppen lernen, spielen und wachsen können – in einem naturnahen Konzept eines erfahrenen Trägers.“
Denn der Verein Kinder(H-)Ort Moggerla e.V., hat schon Erfahrung im Betreiben von Waldkindergärten. Und es gibt auch schon mehr als die bloße Idee. Der Verein ist bereitseinige Schritte des Planungsprozesses gegangen, wie beispielsweise Termine bei Jugendamt, Umweltamt, unterer Umweltschutzbehörde und Verkehrsamt. In Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsbeirat entstand eine tragfähige Konzeption.
Nur wenn auch die Stadtratsgremien die abgestimmten Planungsunterlagen kennen, ist eine sachgemäße Beurteilung der Realisierbarkeit und deren Auswirkungen auf die sensible Lage möglich.
„Auch wenn noch nicht alle Details ausgearbeitet sind, finde ich das grundsätzliche Konzept sehr überzeugen und fände es schade und ungerecht, wenn ohne gründliche Prüfung die Entscheidung fallen würde, das Konzept nicht weiter zu berücksichtigen und stattdessen mitten in den Stadtwald Eigentumswohnungen zu bauen“, so Hanne Wiest.





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