Kärwa mit Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsfaktor

4. Oktober 2019 – „Kärwa und Umweltschutz sind in unseren Augen vereinbar! Es lassen sich viele Stellschrauben finden, wie man die Fürther Michaelis-Kirchweih nachhaltiger und klimafreundlicher gestalten kann.“ Davon ist GRÜNEN-Stadtrat Philipp Steffen überzeugt. „Mit einem Klimaschutz- und Nachhaltigkeitskonzept kann der ökologische Fußabdruck dieser beliebten Großveranstaltung deutlich verbessert werden.“

Deshalb haben die Fürther GRÜNEN-Stadträt*innen zum nächsten Umweltausschuss Anfang Dezember den Antrag gestellt, dass sich die Stadt Fürth zum Ziel einer möglichst nachhaltigen und klimaschonenden Michaelis-Kirchweih bekennt.

In anderen Städten klappt das schon. Beim Münchner Oktoberfest können beispielsweise Bewerber*innen um einen Platz mit „ökologischer Verträglichkeit“ bei der Zulassung punkten. Berücksichtigt werden hier u. a. die Verwendung von Spülwasser für die Toilettenspülung, der Verkauf von Produkten aus ökologischem Anbau, die Installation einer Solaranlage, die Beleuchtung mit sparsamen LED oder die Verwendung von biologisch abbaubarem Hydraulik-Öl. Man muss daher das Rad nicht neu erfinden. Bei den Vorbereitungen zur Kärwa 2020 soll sich die Verwaltung die Nachhaltigkeitskonzepte anderer Volksfeste ansehen und überprüfen, welche Elemente daraus für Fürth übernommen, angepasst oder erweitert werden können.

„In unserem Antrag machen wir schon einige konkrete Vorschläge“, erläutert Philipp Steffen. So soll die Stadt mit den Schausteller*innen für mehr Energieeinsparung kooperieren. Dabei soll auch weiterhin ausschließlich Ökostrom genutzt und die Umstellung auf Ökogas geprüft werden. Der Anteil klimaschonender An- und Abreise zu Fuß, mit Fahrrädern und dem ÖPNV soll signifikant erhöht werden. Konzepte zur weiteren Reduzierung des Mülls bzw. für bessere Recycling-Quoten (Glas, Papier/Kartonagen, Plastik) sind ebenso nötig wie Konzepte zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Unterstützung von Angeboten mit biologischen Lebensmitteln und fair gehandelten Waren.

„Damit die Fortschritte transparent werden, wollen wir die jährliche Nachbesprechung im Kirchweih-Ausschuss um den Punkt „Nachhaltigkeit“ ergänzen“, kündigt Philipp Steffen an. „So können wir Jahr für Jahr die Öko-Bilanz der Kirchweih verbessern und das Fest weiterhin genießen“

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