Damit möglichst viele Verkehrsteilnehmer*innen auf das Fahrrad als Verkehrsmittel umsteigen, müssen die Bedingungen für Fahrradfahrende im Verkehr deutlich verbessert werden. Dazu gehört vor allem auch die Sicherheit. „Wenn an viel befahrenen Straßen kein Platz für einen vollwertigen Radfahrstreifen ist, sollten zumindest Radschutzstreifen markiert werden“, findet GRÜNEN-Stadtrat Christoph Wallnöfer.
Alljährlich während der Umleitung in der Kärwazeit wird am südlichen Ende der Jakobinenstraße zwischen Nürnberger und Gebhardtstraße mit gelber Farbe ein solcher Fahrradschutzstreifen markiert, damit Radfahrende die im Stau stehenden PKWs rechts überholen können. Diese Idee wurde von einer Anwohnerin vor einigen Jahren bei einer Bürgerversammlung als Antrag vorgeschlagen und von der anwesenden Mehrheit befürwortet. Die GRÜNEN-Stadtratsfraktion stellte deshalb einen Antrag in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 27.11.2023: Diese Markierung sollte dauerhaft in weißer Farbe aufgetragen werden, nicht nur während der Kärwazeit. So könnte man die Lücke im Radverkehrsnetz zwischen Nürnberger Straße und Bahnunterführung schließen bzw. den im Kreuzungsbereich bestehenden Schutzstreifen in beide Richtrungen verlängern. „Das würde sogar noch Kosten sparen, denn dann entfallen die jährlichen Kosten für die temporäre gelbe Markierung und deren Entfernung. Bei dieser Gelegenheit soll im weiteren Verlauf auch im Jakobinentunnel der längst überfällige Radschutzstreifen bzw. Radfahrstreifen markiert werden“, erklärt Christoph Wallnöfer.
Doch das Straßenverkehrsamt war in der Sitzung der Meinung, für die Dauer der Kirchweihumleitung sei diese Lösung zwar vertretbar, aber ein dauerhafter Schutzstreifen würde in diesem Abschnitt der Jakobinenstraße ständig durch Kraftfahrzeuge überfahren werden – besonders in der Bahnunterführung.
Christoph Wallnöfer fragte nach: „Warum halten wir im Tunnel eine komplette Spur für Linksabbieger frei, die kaum benutzt wird? Es gibt Verkehrszählungen, die belegen, dass pro Grünphase durchschnittlich nur ein Auto dort abbiegt! Ich bin überzeugt: Wenn wir diese wenig genutzte Linksabbiegespur entfernen, hat das sogar auch Vorteile für den Autoverkehr, da der gesamte Verkehr in diesem Abschnitt flüssiger fließen wird.“
Das Thema konnte nicht abschließend geklärt werden, da auch Bedenken bezüglich der Ausleuchtung des Fahrradstreifens in der Unterführung bestanden. Also wird es demnächst einen Ortstermin geben, an dem auch die Polizei teilnehmen soll. „Das ist vernünftig“, findet Christoph Wallnöfer. „Es wäre nicht sinnvoll, unnötig eine voreilige Entscheidung übers Knie zu brechen. Bei weiteren Besprechungen lassen sich bestimmt Bedenken ausräumen und gute Lösungen für den Radverkehr finden.“
ACHTUNG! Noch bis zum 28.01.2024 wird die ONLINE-BETEILIGUNG FÜR DEN MOBILITÄTSPLAN FÜRTH möglich sein! Darin werden die künftigen Ziele für die Fortbewegung in der Stadt festgelegt. Hier könnt Ihr Eure Ideen und konkrete Verbesserungsvorschläge z.B. zum Ausbau des Rad- und Fußverkehrs, zu Sharing-Angeboten und einem attraktiven ÖPNV-Angebot in einer interaktiven Stadtkarte eintragen: https://senf.app/projects/JkQXbbeasfuIFLI2etBW/info
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