Weil ihm aufgefallen ist, dass die öffentlichen Ladesäulen in Fürth offenbar immer besser angenommen werden, hat GRÜNEN-Stadtrat Felix Geismann einen Antrag zur Sitzung des infra-Aufsichtsrats initiiert: „Wenn man sich darüber Gedanken machen will, ob es sinnvoll ist, in Fürth weitere Ladesäulen zu installieren – und wenn ja: Wo und wie viele?- , dann helfen gefühlte Wahrheiten nichts, dann braucht man erst einmal einen Blick auf belastbare Zahlen.“
Die hat die infra auf den GRÜNEN-Antrag hin zuverlässig geliefert: Aktuell betreibt die Infra an verschiedenen Stellen im Fürther Stadtgebiet über 300 Ladepunkte, davon auch einen Anteil Schnell-Ladepunkte. Darüber hinaus ist die infra Gründungsmitglied des LadeVerbundPlus, der Zugang zu einem regionalen Netz von derzeit rund 2.400 frei zugänglichen Ladepunkten bietet.
„Die Auslastung der einzelnen Ladesäulen ist naturgemäß sehr unterschiedlich und hängt maßgeblich von der Tageszeit und vom Standort ab. Besonders in der Innenstadt ist die Auslastung hoch, da hier nicht nur Anwohner*innen laden, sondern auch Besucher*innen. Fakt ist: Einzelne infra-Ladepunkte haben eine sehr solide Auslastung“, erläutert Felix Geismann.
Die „Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur“ gibt die durchschnittliche zeitliche Auslastung von öffentlichen Ladesäulen in Deutschland mit knapp 10 Prozent an. In allen Monaten des vergangenen Jahres lag die Auslastung der infra- Säulen weit darüber.
„Auch wenn für eine genaue Analyse eine differenzierte Betrachtung erforderlich ist, so kann man an den Werten zumindest ablesen, dass die vorhandene Ladeinfrastruktur generell in Fürth sehr gut angenommen wird“, fasst Felix Geismann zusammen. Deshalb sprach die infra in der Sitzung auch von erfreulichen Fortschritten und kündigte einen weiteren Ausbau an.
Das findet Felix Geismann absolut folgerichtig: „In stark genutzten Bereichen wie der westlichen Oststadt müssen zur relevanten Zeit genügend Ladesäulen für Nutzer*innen frei sein. Wenn man zusätzliche Nutzer*innen motivieren will, muss eine deutliche Verfügbarkeit sichtbar sein, um ihnen die Angst davor zu nehmen, im Fall der Fälle NICHT laden zu können.“
Und was ist, wenn jemand sein Auto einfach weiter am Ladepunkt stehen lässt und nicht wegfährt, obwohl das Auto voll ist und er*sie so über Tage eine Lademöglichkeit blockiert? Ganz klar: Das wird teuer. Im Gegensatz zu Parkplätzen, die oft über etliche Tage dauerbelegt sind, ist die Fluktuation an Ladepunkten erzwungenermaßen hoch: Für jede Stand-Minute jenseits der maximalen Ladedauer wird automatisch zur Kasse gebeten. Es muss also niemand Angst haben, keinen Strom zu bekommen, wenn’s drauf ankommt.
„Die Technologie ist seit Jahren absolut marktreif und auch die Lademöglichkeiten sind alltagstauglich. Ich bin selbst betrieblich Nutzer der E-Mobilität und hatte bisher auch beim Lastentransport keinerlei Reichweiten-Probleme. Fürth ist schon gut aufgestellt, was E-Lade-Infrastruktur angeht und die Infra erweitert ihr Angebot ja stetig, um dem wachsenden Anteil an E-Autos gerecht zu werden“, so Felix Geismann.
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