Beim Feuerwerk scheiden sich die Geister. Während die Einen den Anblick genießen und an Silvester viel Geld für Raketen und andere Pyrotechnik ausgeben, finden die Anderen, es handelt sich um reine Geldverschwendung. Doch außer „Es ist etwas Besonderes und ein schöner Anblick.“ gibt es keine Argumente für Feuerwerk. Gegenargumente finden sich jedoch viele: Lärmbelästigung, Feinstaubbelastung, Müll etc. legen es nahe, Feuerwerke deutlich zu reduzieren oder ganz abzuschaffen. Auch auf Wild- und Haustiere haben Feuerwerke in der Regel sehr negative Auswirkungen. Vor allem die laute Knallerei verängstigt sie und versetzt viele in Panik.
„Für mich als Hundebesitzerin ist die Zeit um Silvester immer schwierig. Meine Hunde haben Angst vor den Böllerschüssen und ich habe jedes Jahr Mühe, sie zu beruhigen“, erzählt GRÜNEN-Stadträtin Xenia Hasenschwanz. Doch nicht nur an Silvester taucht das Problem auf, sondern auch bei einigen Festen im Stadtgebiet wird traditionell Feuerwerk als besondere Attraktion und vermeintlicher Besuchermagnet eingesetzt. Dabei gibt es bereits Alternativen: „Bis Laser-, Drohnen- oder Feuershows irgendwann auch in Fürth herkömmliche Feuerwerke ersetzen, soll zumindest versucht werden, pyrotechnische Darbietungen so tierfreundlich wie möglich zu gestalten“, findet Xenia Hasenschwanz. Deshalb hat die GRÜNEN-Fraktion beantragt, dass die Verwaltung zusammen mit Veranstalter*innen von Events in Fürth, wie z.B. der Michaelis-Kärwa, nach Möglichkeiten sucht, die Feuerwerke so zu gestalten, dass Wild- und Haustiere sie besser ertragen. Man kann z. B. auf einen besonders lauten Auftakt- oder Schlussknall zu verzichten oder den Fokus mehr auf visuelle Effekte als auf laute Böllerschüsse legen. Dass dies möglich ist und viel bewirken kann, zeigt ein Beispiel aus dem Stadtgebiet: Bei der Kirchweih in Burgfarrnbach gelang es in diesem Jahr bereits, mit Unterstützung des Umweltamts einen Kompromiss zu finden. Dort wurde zum Schutz der Jungstörche auf der dortigen Weinmühle auf den Anfangs- und Schlussknall verzichtet.
„Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag mit großer Mehrheit angenommen wurde und künftig der Tierschutz bei Feuerwerken in Fürth eine größere Rolle spielen wird“, so Xenia Hasenschwanz.





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