Jahrhundertelang wurden verschiedene Abschnitte der Rednitz von Fürther*innen zum Baden genutzt (u. a. auch am Schießanger). Am bedeutendsten war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts das Flussbad im Bereich der heutigen Uferpromenade. Davon zeugen Benennungen wie „Badsteg“ und „Badstraße“. Dann war es über viele Jahre verboten.
Bis 2022. Seitdem ist entlang der Uferpromenade zwischen den Einstiegstreppen am alten Flussbad und denen am interkulturellen Garten das Baden auf eigene Gefahr wieder erlaubt. Glaubt man einem SPD-Plakat, das aktuell in diesem Bereich hängt, hat der Fürther Oberbürgermeister „das Dulden des Schwimmens in der Rednitz vor dem alten Flussbad“ durchgesetzt.
Das ist allerdings nicht korrekt. Die Idee kam von den GRÜNEN im Stadtrat! „Nachdem über Jahre hinweg vermehrt Badende an den Ufern von Pegnitz, Rednitz und Regnitz zu beobachten waren, haben wir uns in der Fraktion überlegt, wie man das Flussbaden in Fürth wieder legal machen kann und gleichzeitig sensible Uferbereiche schützen kann“, erzählt GRÜNEN-Stadtrat Philipp Steffen. „Die Idee war, durch Ausweisung eines konkreten zum „Baden auf eigene Gefahr“ freigegebenen Abschnitts der Rednitz das bisherige „wilde“ Baden an vielen einzelnen Stellen zu verringern – mit positiven Folgen für den Gesundheits- und Naturschutz.“
Schon im September 2020 stellte die GRÜNEN-Fraktion daher den Antrag, wieder die Badewasserqualität in Fürther Flüssen zu messen. Mit diesem Antrag haben die GRÜNEN-Stadträt*innen dafür gesorgt, dass überhaupt die Grundlagen für das Badevergnügen geschaffen wurden.
„Dass sich der OB für dieses Sommervergnügen feiern lässt und die Halbwahrheiten sogar gelayoutet und auf Plakate gedruckt wurden, ist schon fast dreist“, findet Philipp Steffen. „Und ein bisschen witzig ist es auch, dass peinlicherweise die Flüsse verwechselt wurden, denn die Erlaubnis bezieht sich selbstverständlich auf die Rednitz und nicht die Regnitz, wie auf dem Plakat zu lesen ist. Aber mit Fakten nimmt es das Plakat ja ohnehin nicht so genau.“
Die Wiederbelebung der Badetradition am Flussbad ist jedenfalls auch gut für die kulturelle Identifikation der Fürther*innen mit ihrer Stadtgeschichte und wird seitdem in jedem Sommer von vielen Fürther*innen angenommen. Philipp Steffen findet außerdem: „Eine Badestelle am Fluss, und das mitten in der Stadt – das hat schon ein ganz besonderes Flair und ist ein echter Gewinn an Lebensqualität!“





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