„Das Thema Klimaschutz liegt der GRÜNEN-Fraktion sehr am Herzen“, betont Stadtrat Philipp Steffen. „An der Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Fürther Stadtspitze dagegen zweifle ich, wenn man sich beispielsweise die jüngste Festlegung der Klimaschutzziele ansieht.“
Die ursprüngliche Vorlage der Verwaltung zum Umweltausschuss vom 29.4.2021 ist unter Mitwirkung der städtischen Klimaschutzmanager*innen, des beauftragten Gutachters und in einem ausführlichen Beteiligungsprozess entstanden. Die darin angegebenen Klimaschutzziele für einzelne Sektoren sollten sich auch im entsprechenden Stadtratsbeschluss wiederfinden. Nur so könnten aus den übergreifenden Zielen klare politische Vorgaben für die einzelnen Fachbereiche abgeleitet werden. Doch im Beschluss wurde auf genau diese differenzierten Ziele verzichtet.
„Auch die Vorgabe der Verwaltung, das 1,5-Grad-Ziel mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % erreichen zu wollen, ist angesichts der zu erwartenden drastischen Folgen einer stärkeren Erderwärmung hochriskant“, erklärt Philipp Steffen. „Schließlich nimmt man damit in Kauf das Ziel mit einer ebenso großen Wahrscheinlichkeit zu verfehlen.“
Der Antrag der GRÜNEN-Stadtratsfraktion zur Stadtratssitzung am 20. Mai 2021, die angestrebte Wahrscheinlichkeit auf 67% zu erhöhen und entsprechende Maßnahmen festzulegen, fand leider keine Mehrheit.
„Immerhin gelang es uns, alle andere Stadträt*innen davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, nach einigen Jahren eine umfangreichere Zwischenbilanz zu ziehen, um im Hinblick auf die Zwischenziele für 2030 gegebenenfalls nachsteuern zu können“, stellt Philipp Steffen fest. Alle 3 Jahre wird es künftig eine Evaluierung und Zwischenberichte geben.
Neben einem (angenommenen!) Antrag zur Beurteilung der klimaschutzrelevanten Auswirkungen von Straßenbäumen auf das Klimaschutzkonzept der Stadt Fürth stellte die GRÜNEN-Fraktion im April einen weiteren Antrag zum Thema Klimaschutz: einen jährlichen Bericht zu den Auswirkungen der Klimaveränderungen im Stadtgebiet Fürth. Hierzu sollen relevante Statistiken (z. B. zu Temperaturen, Niederschlag, Stürmen, Starkregenereignissen, Dürrephasen) verständlich für die Öffentlichkeit aufbereitet werden, sowie der Zusammenhang zur globalen Klimaerwärmung transparent gemacht werden. Der Bericht kann nach Bedarf um die Auswirkungen auf Menschen und Natur (z. B. aus Sicht der Landwirtschaft, Gesundheit, Waldschäden, etc.) ergänzt werden. Auch dieser Antrag wurde angenommen.
GRÜNEN-Stadtrat Philipp Steffen erläutert die Notwendigkeit des regelmäßigen Berichts: „Zu verschiedenen Themen wie der wirtschaftliche Lage oder dem Denkmalschutz gibt es bereits regelmäßige Berichtsformate. Angesichts der existenziellen Bedeutung des Themas ist es angemessen, über die Folgen der Klimaerwärmung ebenfalls regelmäßig zu berichten.“
Die Jahre 2018, 2019 und 2020 gehörten zu den heißesten und trockensten jemals gemessenen Jahren in Deutschland. Da in der Region Mittelfranken ohnehin die Gefahr großer Trockenheit besteht, ist davon auszugehen, dass diese Entwicklungen für Fürth in hohem Maße relevant sind.
„Wenn wir wollen, dass die Menschen in Fürth auch kommende Klimaschutzmaßnahmen mittragen, müssen wir der Öffentlichkeit offenlegen, dass die aktuellen Klimaveränderungen ganz konkret auch in Fürth zu beobachten sind“, ist Philipp Steffen überzeugt.





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