16. September 2022 – Die Stadt Fürth hat eine neue Solar-Offensive ausgerufen und mit der (Wieder-)Ernennung eines Solarbeauftragten einen ersten Schritt getan. Jetzt muss es um einen möglichst schnellen und großen Zubau der lokalen erneuerbaren Stromproduktion gehen. Eine verstärkte Stromproduktion am Verbrauchsort hat den Vorteil, dass sie Transportverluste verringert und geringere Ansprüche an den Netzausbau stellt.
Im Stadtrat und seinen Ausschüssen wurde Photovoltaik in letzter Zeit vor allem im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Flächen und Privatdächern thematisiert. Weitere Möglichkeiten, schnell größere Anlagen zu installieren, bieten sich durch die genannten Punkte 1 bis 5, die deshalb geprüft werden sollen.
Zzur Sitzung des Umweltausschusses am 30.09.2022 stellen wir daher folgenden
A n t r a g :
Der Fürther Strombedarf soll zu einem deutlich höheren Anteil mit Photovoltaik vor Ort gedeckt werden. Die Verwaltung verfolgt dieses Ziel mit hoher Dringlichkeit. Dem Stadtrat bzw. dem Umweltausschuss wird zum Ausbau eine umfassende Bestandsaufnahme und Chancenabschätzung vorgelegt. Diese beinhaltet unter anderem die folgenden Punkte:
1. Das Potenzial nicht-landwirtschaftlich genutzter Freiflächen wird abgeschätzt. Dazu gehören sowohl ein Zubau am Solarberg, der bereits im Gespräch war, als auch die Kanaldämme entlang des Main-Donau-Kanals (ggfs. in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern).
2. Die Bereitschaft der Besitzer*innen von großen gewerblichen Dachflächen im Stadtgebiet, sie mit PV-Modulen zu versehen, wird überprüft. Kooperationsmodelle zwischen der infra und den entsprechenden Betrieben bieten sich an.
3. Es wird geprüft, ob sich die meist ungenutzten Dachgeschosse der Parkhäuser für eine PV-Nutzung eignen. Hierzu werden die Betreiber*innen/Besitzer*innen der Parkhäuser kontaktiert. Auch diese Flächen könnten bei Interesse etwa durch die infra gepachtet werden. Aufgrund der robusten Bauweise von Parkhäusern dürften Statikprobleme hier weitgehend entfallen.
4. Es wird geprüft, wie die Überdachung großer Parkplätze (z. B. Supermärkte) mit PV-Modulen von städtischer Seite gefördert werden kann und in welchen Fällen dies als stadtbildverträglich angesehen wird.
5. Über die bereits zugesagte Prüfung von Dachflächen kommunaler Gebäude (z. B. Stadthalle, Schulen, Turnhallen) wird ein Fortschrittsbericht abgegeben. Moderne Module sind oft leichter und bedeuten dadurch keine so große Schwierigkeit für die Statik wie vor einigen Jahren noch.
Dieser Antrag als pdf-Datei:





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