In der Sitzung des Ausschusses für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit am 16.04.2026 wurde der Planungsstand für das neue Hallenbad am Scherbsgraben vorgestellt.
Dabei wurde erstmalig kommuniziert, dass eventuelle „Einnahmenausfälle aus dem Sommerbad“ für mindestens 1-2 Jahre eingeplant sind. „Dass der bisherige Eingangsbereich des Sommerbads mit Umkleiden, Duschen und WCs für das neue Hallenbad abgerissen werden muss, war klar. Nur sind wir bisher davon ausgegangen, dass das außerhalb der Öffnungszeiten des Sommerbads im Herbst oder im Frühling passieren würde. Nun stand aber eine Sperrung des Sommerbads während der Sommermonate im Raum“, erläutert Stadtrat Kamran Salimi. Für die GRÜNEN-Fraktion war sofort klar: Eine Sperrung während der Bauzeit ist mit hoher Priorität zu vermeiden.
Das Freibad ist eine enorm wichtige Einrichtung für sehr viele Fürther*innen: Familien, Jugendliche, Kinder, Senior*innen, Sportler*innen jeden Alters… ein Ort, an dem viele seit Jahrzehnten im Sommer ihre Freizeit verbringen. Außerdem ist zu befürchten, dass sich bei einer Schließung des Freibads der Druck auf die Badestellen in anderen Gewässern erhöhen und dort die Umwelt sehr strapazieren würde. Für Sportler*innen ist es auch enorm wichtig, eine Trainingsmöglichkeit vor Ort zu haben und nicht in andere Städte zum Training ausweichen zu müssen.
Die Fraktion stellte einen Antrag, in dem sie forderte, dass die beteiligten Dienststellen und Unternehmen nach Lösungen suchen, um eine temporäre Schließung des Sommerbads zu verhindern und erläutern, zu welchen Konditionen der Betrieb während der Hallenbad-Bauzeit aufrechterhalten werden kann.
Zur April-Sitzung des Finanz- und Verwaltungsausschusses gab es dann eine Stellungnahme des Badbetreibers infra holding GmbH. Darin ist von einer „unter Umständen zeitweise notwendigen Schließung“ die Rede.
„Allerdings teilt die infra auch mit, dass sie unsere Bedenken nachvollziehen kann und dass für sie als Badbetreiber die Vermeidung einer vollständigen Schließung über eine oder mehrere Sommersaisons höchste Priorität hat. Es besteht also die begründete Hoffnung, dass die Bauablaufplanung so gestaltet wird, dass das Sommerbad möglichst nicht geschlossen wird“, erläutert Kamran Salimi. Die Abbrucharbeiten des jetzigen Kassen- und Umkleidebereichs des Sommerbads sollen nach Möglichkeit direkt im Anschluss an das vorherige Saisonende erfolgen, heißt es in dem Dokument. Es wird auch auf benötigte Flächen für Baustelleneinrichtung und Zuwegung hingewiesen, was die verfügbaren Flächen während der Bauzeit natürlich reduziert.
Die infra plant eine Container-Zwischenlösung für Kassen- und Duschbereich , um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten, weist aber auch darauf hin, dass es zu einer eventuell notwendigen Reduzierung der maximalen Zahl von Besucher*innen kommen kann. Genaueres soll in einem Konzept zu einem späteren Zeitpunkt geregelt werden.
„Wir werden das ganz genau im Auge behalten und alles dafür tun, dass den Fürther*innen auch während der Bauzeit des neuen Hallenbads im Sommer wenigstens das Freibad zur Verfügung steht – vielleicht mit ein paar provisorischen Lösungen für Umkleiden und Duschen, aber auf jeden Fall geöffnet“, kündigt Kamran Salimi an.
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