14. Mai 2017 – Stickoxide (NO und NO2) sind zusammen mit der Sonneneinstrahlung für die sommerliche Ozonbildung verantwortlich und sind ein wichtiger Indikatur für die Luftbelastung. Die staatliche Luftmessstation in der Fürther Theresienstraße misst derzeit jedoch allein die Feinstaubbelastung (PM10), nicht aber die im „Diesel-Skandal“ relevanten Stickoxide (NO und NO2). Die Messstation wird vom Bayerischen Landesamt für Umwelt betrieben. Nachdem in der Verwaltungsvorlage zum Umweltausschuss am 27.4.2017 zu lesen war, dass Stickstoffdioxid nicht gemessen wird, haben die Fürther GRÜNEN-Stadträt*innen in der Sitzung beantragt, dass die Stadt beim Freistaat Bayern eine Erweiterung der bestehenden Luftmessstation einfordert.
Die GRÜNEN Stadtratsfraktion sieht aufgrund der „Diesel-Affäre“ einen erhöhten Überwachungs- und Informationsbedarf und ein großes Transparenzbedürfnis in der Bevölkerung: „Da in Ballungsgebieten der Straßenverkehr die bedeutendste Stickoxidquelle ist, finden wir es unerlässlich, diese Werte auch in Fürth zu messen. Die erheblichen Abweichungen zwischen den realen Emissionen im Alltagsverkehr und den Prüfstandemissionen im Rahmen der Typengenehmigung bei vielen Diesel-Fahrzeugen ist seit Monaten eines der Hauptthemen der deutschen Umwelt- und Verkehrspolitik. Umso erstaunlicher finden wir, dass ausgerechnet dieser Luftschadstoff in Fürth nicht kontinuierlich und dauerhaft gemessen wird.“
Stickoxide verursachen nicht nur gesundheitliche Probleme, da bodennahe Stickoxide für den sogenannten Sommersmog verantwortlich für die Ozonbildung (O3) sind, sondern sie schädigen auch Pflanzen. „Eine kontinuierliche, stationäre Messung der Stickstoffdioxid-Werte in Fürth ist der erste Schritt hin zu einer umfassenderen und aussagefähigeren Messung der Lufthygiene, um die seit 2015 geltenden EU-Grenzwerte auch in Fürth abzubilden“, finden die GRÜNEN-Stadträt*innen. Dieser Meinung schloss sich die Mehrheit der anderen Stadträte im Umweltausschuss an. Der Antrag wurde angenommen.
• Fürther Luftmessstation des Freistaates misst derzeit keine Stickoxide
• Seit 2015 sind die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid verschärft worden
• Antrag im Umweltausschuss zur Erweiterung der Messstation gestellt, Stadt Fürth wird daraufhin die Erweiterung der Station beim Freistaat Bayern einfordern
Diese Pressemeldung als pdf-Datei: PM – Kontinuierliche Stickoxidmessung in Fürth





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