Fahrpreise

Endlich! Riesenschritt auf dem Weg zum 365-Euro-Ticket

Endlich! Riesenschritt auf dem Weg zum 365-Euro-Ticket

2020 wurde erstmals auf die alljährliche Fahrpreiserhöhung verzichtet, die Fürther Ticketpreise  blieben stabil. Ein großer Erfolg für die Fürther GRÜNEN, hat die Stadtratsfraktion doch jahrelang gegen die Preisspirale im ÖPNV gekämpft. Doch damit nicht genug: Sogar das 365-Euro-Ticket für alle rückt in greifbare Nähe. Denn am 22. Juli 2020 beschloss der Stadtrat bei vereinzelten Gegenstimmen, dass die Stadt Fürth die Einführung des 365-Euro-Tickets ab 2023 unterstützt – wenn die entstehenden Kosten zu mindestens zwei Dritteln vom Freistaat Bayern und/oder vom Bund getragen werden.

Der Beschluss erging vor dem Hintergrund, dass sich Nürnberg bereits Mitte Juni als erste deutsche Großstadt für das 365-Euro-Ticket ausgesprochen hatte. So waren die Partner im VGN unter Zugzwang geraten.


GRÜNEN-Stadtrat Philipp Steffen ist happy darüber: „Mit dem 365-Euro-Ticket wird eine urgrüne Forderung endlich erfüllt.“

„Mobil für 1€ am Tag“ lautet eine Überschrift im letzten Kommunal-Wahlprogramm. Und das ist nur eine von vielen Gelegenheiten, bei denen sich die Fürther GRÜNEN-Stadtratsfraktion für einen günstigeren öffentlichen Nahverkehr stark gemacht haben. Das zeigen alleine folgende GRÜNEN-Anträge aus den letzten Jahren:

  • 2014: Einführung eines Semestertickets
  • Juli 2017: Fahrpreiserhöhung zum 1.1.2018 in Fürth aussetzen
  • März 2018: Zuschuss für Fürth-Pass-Inhaber*innen über das Fürther Stadtgebiet hinaus
  • Mai 2018: Kostenloser ÖPNV an einem Tag des Fürth-Festivals
  • Juni 2018: Aussetzung der regelmäßigen Preiserhöhung
  • Juli 2018: Abrechnung nach dem Bestpreis- Modell wie in Stuttgart
  • Oktober 2018 – Ausbau des Hauptbahnhofs zur Mobilitäts-Drehscheibe
  • Dezember 2018 – Einfrieren der Fahrpreise

„Für die meisten dieser Vorschläge wurden wir ausgelacht und für unseriös erklärt. Aber wir haben uns nicht entmutigen lassen und sind an diesem Thema dran geblieben“, so Philipp Steffen.

Umso befremdlicher fanden manche Beobachter*innen, dass nach dem Nürnberger Vorstoß in Richtung 365-Euro-Ticket plötzlich auch in Fürth diverse Anträge gestellt wurden, als hätten alle anderen Parteien noch nie etwas anderes gewollt. Aber davon lässt sich Philipp Steffen den Erfolg nicht verderben: „Wir freuen uns sehr, dass es nun tatsächlich eine reelle Chance auf das 365-Euro-Ticket gibt, auch wenn nun manche so tun, als hätten sie das Thema erfunden, obwohl sie uns jahrelang dafür kritisiert und belächelt haben.“   

So erfreulich der Beschluss des Fürther Stadtrats auch ist: Auch mit dem 365-Euro-Ticket ist die Verkehrswende noch lange nicht geschafft, wie Philipp Steffen erläutert: „Wir müssen auch in Zukunft noch mutig an einigen Stellschrauben drehen: gleichzeitig das ÖPNV-Angebot verbessern, aber im Gegenzug auch die Parkmöglichkeiten reduzieren und die Parkgebühren erhöhen. Das brauchen wir zum einen als Gegenfinanzierung, zum anderen aber auch, um mehr Fürther*innen Anreize zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr zu geben. Nur so können wir der Klimakrise etwas entgegensetzen und gewinnen in der engen Stadt mehr Platz zum Leben statt zum Abstellen von Autos“.

Neuste Artikel

Finanzen Haushalt Haushaltsberatungen Haushaltsrede

Haushaltsberatungen 2020

Corona Covid-19 Gesundheit ÖPNV Schule Schulen Schulweg

GRÜNE fordern gestaffelten Schulbeginn: Bestmöglicher Schutz vor Infektionen auf dem Schulweg

Fahrrad Fahrradabstellanlagen Fahrradverkehr Schule Schulen Verkehr Verkehrswende

Antrag: Bericht über Fahrradabstellanlagen an Fürther Schulen und Kitas

Ähnliche Artikel