Grüne Wege führen weiter

Grüne Wege zu mehr Artenvielfalt

“Grüne Wege zu mehr Artenvielfalt” heißt das Motto der grünen Veranstaltungsreihe für das Jahr 2015. Wir werden Menschen und Vereinigungen besuchen, die sich engagiert und tatenreich für mehr Vielfalt einsetzen und Mut machen.

Weltweit ist ein dramatischer Verlust von biologischer Vielfalt zu verzeichnen. Jede achte Minute stirbt unwiederbringlich eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das darf uns nicht gleichgültig lassen. Denn: Biodiversität (= Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, genetische Vielfalt und Vielfalt der Lebensräume) ist unsere „Sicherung“ für stabile Ökosysteme und Lebensräume.

Ohne Biodiversität würden zahlreiche überlebenswichtige Leistungen der Natur für uns Menschen fehlen. Daher ist eine Umkehr nötiger denn je und die Anstrengungen für mehr Artenvielfalt, wie zum Beispiel die Förderung des ökologischen Landbaus, sind deutlich zu verbessern.

Wir Grüne in Mittelfranken haben aus diesen Gründen im Jahr 2015 die Artenvielfalt in den Mittelpunkt der „Grünen Wege“ gestellt. Begleiten Sie uns bei unseren Ausflügen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Kreisverband Fürth Stadt von Bündnis 90/Die Grünen lädt für Sonntag den 9. August 2015 zu einer Begehung der städtischen Ökokonto-Ausgleichsflächen im Fürther Norden ein. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Bahnhof Vach. Geführt werden die TeilnehmerInnen von dem städtischen Naturschutzwächter Herbert Schlicht. Bei der Begehung möchten die GRÜNEN u.a. kritisch hinterfragen, ob sich auf den Ausgleichsflächen die gewünschte Artenvielfalt entwickelt, denn diese Ausgleichsflächen werden von der Stadt Fürth nicht freiwillig angelegt sondern sie entstehen auf Grund zwingender naturschutzrechtlicher Vorgaben und sollen die Zerstörung und die Versiegelung von Flächen im Stadtgebiet im Zuge einer Bebauung oder Gewerbeansiedlung ausgleichen.

Diskutieren möchten wir auch die Frage, ob es sinnvoll ist wie bisher die Ausgleichsflächen am äußersten Stadtrand von Fürth zu schaffen, oder ob ein Ansatz nicht auch die Stärkung der Artenvielfalt durch dezentrale kleinteilige Maßnahmen in der Stadt sein könnte. Darüber hinaus muß diskutiert werden, ob die Stadt Fürth im Rahmen der Klimaanpassungsmaßnahmen z.B. die Begrünungen von Flachdächern bei Neubauten zwingend vorschreibt, dies wäre ein Beitrag zur Wasserrückhaltung bei Starkregenereignissen, es würde die Aufheizung der Stadt wie bei der aktuellen Hitzewelle reduzieren und würde zudem noch einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Weitere Informationen finden Sie unter: www.gruene-wege-fuehren-weiter.de

 

Ökokonto-Ausgleichsflächen – Artenvielfalt aus der Retorte?

Sonntag der 9. August 2015 um 14 Uhr; Treffpunkt Bahnhof Vach

Foto von Waltraut Galaske

Begehung von Ökokonto-Ausgleichsflächen mit dem städtischen Naturschutzwächter Herbert Schlicht. Im Fürther Norden sind über das städtische Ökokonto und durch die Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung im Rahmen von Bauprojekten neue Lebensräume z.B. für Kiebitze entstanden. Anschließend Einkehr in ein Cafe in Stadeln.

 

 

Ansprechpartner Manuel Glaßner 0177/7827158 oder Waltraud Galaske Tel. 0911/762974

 

Treffpunkt am Bahnhof Vach:

Ankunft S1 aus Richtung Nürnberg um 14.04 Uhr

Ankunft S1 aus Richtung Erlangen um 13.53 Uhr

 

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen der „Grünen Wege“, vom 31. Mai bis 6. September 2015, finden sich im Internet unter:

 

www.gruene-wege-fuehren-weiter.de

Infobrief Juli 2015

Unser Infobrief Juli 2015 bietet Dir wieder jede Menge interessante Beiträge und Termine.

Einladung zur Mitgliederversammlung mit den Themen Deleguiertenwahlen, Fahrpreiserhöhung und Klimaschutzfahrplan
am Donnerstag, den 23. Juli 2015 um 19:30 Uhr im Grünen Büro, Mathildenstr. 24, Fürth

Beiträge in dieser Ausgabe:
- Grüne Wege zu mehr Artenvielfalt
- Kommentar von Manuel Glaßner
- Fraktion: Ein Fahrplan durch die Hitze
- Uwe Kekeritz: Besuch des Complex in Fürth

Ein Fahrplan durch die Hitze – Fürth braucht einen ambitionierten Klimaschutzfahrplan 2015-2050

Die Stadt Fürth muss ihren Beitrag zur Einhaltung des 2-Grad-Zieles leisten – in den Keller abzutauchen reicht nicht.

Wer von der aktuellen Hitzewelle spricht, erntet Verständnis. Wir alle haben sie gerade erlebt. Dass das alles mit dem Klimawandel zu tun hat, bleibt meist vergessen. Fest steht, dass die Anzahl der Hitzetage bereits seit Jahren zunimmt und in den nächsten Jahren immer weiter steigen wird, von jetzt durchschnittlich knapp 12 pro Jahr, auf 23 im Jahr 2040 und 46 bis zum Jahrhundertende, so die Nürnberger Prognosen (Stadtklimagutachten Nürnberg 2014). Auch Unwetter mit Starkregenereignissen und Überschwemmungen werden häufiger und intensiver werden.

2008 wurde Fürths Klimaschutzfahrplan verabschiedet und Oberbürgermeister Jung feierte ihn. Zurecht, denn der Fahrplan zeigte einen Weg zur Kohlendioxideinsparung auf. Doch was setzte die Stadt von den damaligen Plänen um? Die Gültigkeit des Fahrplans war bis 2020 angelegt. (weiterlesen…)

Geplante Tarifänderungen im Stadttarif Fürth

im Zusammenhang mit dem „Tarifprojekt Nürnberg“

Eine künftige Tarifreform soll mehr Menschen an den öffentlichen Nahverkehr binden und die Umwelt vom Individualverkehr entlasten. Daher muss die Fahrpreisgestaltung sehr sensibel angegangen werden. Zur Einschätzung der Situation im Fürther Nahverkehr fehlen uns Aussagen zu den Verkehrsströmen, der Nutzungshäufigkeit und der Verteilung von Fahrkartenarten.

Daher stellen wir zur Sitzung des Aufsichtsrates der infra fürth verkehr gmbh am 16. Juli 2015 folgenden (weiterlesen…)

Hohe Mitte: ein neuer Festsaal für alle in Fürth?

Eine Bibliothek im Herzen von Fürths Neuer Mitte mit Panoramablick über Fürth als konsumfreier Raum. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden. Im Gegenteil: Wir begrüßen die Zuwendung zur Mehrung des Gemeinwohls in der Fürther Innenstadt. Doch leider passt hier nicht wirklich alles zusammen und die Hohe Mitte scheint weder ein gereiftes noch ein durchdachtes Konzept zu sein. Es mutet nach Schnellschuss an. „Man könnte auf die Idee kommen, dass die Stadt in die Presche springt um einen drohenden Leerstand zu vermeiden”, so die grüne Stadtratsfraktion.

Zielgruppe des von der Stadt vorgelegten Konzepts sind die NutzerInnen der Volksbücherei-Zweigstelle Tannenplatz, diese soll damit ersetzt werden. Die vorrangige Zielgruppe der Hohen Mitte sind also Kinder und Jugendliche. Die Zweigstelle am Tannenplatz (weiterlesen…)

Bustrasse entlang der Fürther Freiheit

Das Thema Bustrasse an der Fürther Freiheit ist komplex. Die für die Stadtratssitzung vom 24.06.2015 vorgelegte Beschlussvariante des Baureferats diesbezüglich ist uns Grünen nicht eingänglich, da mehrere Sachverhalte nicht beachtet werden. Dies sind die folgenden:

1. Die infra fürth verkehr und das Stadtplanungsamt/Abteilung Verkehrsplanung haben laut Sachverhaltsdarstellung massive Bedenken gegen die im Bau- und Werkausschuss nunmehr beschlossene Führung der Buslinien gemäß der Variante 21. Diese Bedenken, fachlichen Informationen, Kostenauswirkungen, Veränderungen bei den Fahrgastzahlen u.ä. finden sich aber nicht in den Unterlagen zur Vorbereitung der Sitzung.

2. Seit dem 20.11.2013 – also seit fast 20 Monaten gibt es einen Grundsatzbeschluss des Stadtrates zur Umsetzung der Variante 5 (Nutzung der Bustrasse Rudolf-Breitscheid-Straße in beiden Richtungen) – hierzu muss es eine ganze Reihe von Untersuchungen, Planskizzen, Berechnungen u.ä. geben, diese wurden aber bisher in keinem Gremium vorgelegt. (weiterlesen…)

Infobrief Juni 2015

Unser Infobrief Juni 2015 bietet Dir wieder jede Menge interessante Beiträge und Termine.

Einladung zur Mitgliederversammlung mit Dieter Janecek zum Thema Die GRÜNEN als “klassische Wirtschaftspartei”
am Donnerstag, den 25. Juni 2015 um 19 Uhr in der Gaststätte “Zum Tannenbaum”, Helmstr. 10, Fürth

Beiträge in dieser Ausgabe:
- Wirtschaftspolitische Diskussion mit Dieter Janecek, MdB
- ÖPNV – Tarifreform
- Kommentar der Fraktion:
Hohe Mitte
Grüne Metropolregion Nürnberg Konferenz in Fürth
- Neues vom Bezirksverband: Ein Reinheitsgebot für unser Wasser!
- Uwe Kekeritz: Entwicklungspolitik beim G7-Gipfel: Viel Luft nach oben

ÖPNV – Tarifreform

Offener Brief (Resolution) von Bündnis 90/Die Grünen KV Fürth zur ÖPNV – Tarifreform:

Regelmäßig jährlich stehen Tariferhöhungen im öffentlichen Nahverkehr an. Nun will die Stadt Nürnberg im Rahmen einer Tarifstrukturänderung Fürth aus der Tarifzone A werfen. Diese Entscheidungen betrifft insbesondere viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Fürth und muss im Zweckverband Verkehrsverbund Nürnberg einstimmig getroffen werden.

Informationen seitens der Stadt Fürth waren bisher rar. Da im infra-Aufsichtsrat grundsätzlich alles geheim (= nicht öffentlich) verhandelt wird, können wir und andere nur Vermutungen über künftige Entscheidungen anstellen.  Doch die Befürchtungen auf Grund früher getroffener Entscheidungen (die Preiserhöhung des letzten Jahres wurden in Fürth umgesetzt, die Stadt Nürnberg hat die Erhöhung für ein Jahr ausgesetzt) und die ersten Äußerungen von Herrn Dieregsweiler und Frau Dr. Ammon lassen Schlimmes ahnen.

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Wirtschaftspolitische Diskussion mit Dieter Janecek, MdB

Die GRÜNEN als “klassische Wirtschaftspartei”. Was heißt das? Wie geht das?

Das Jahr 2015 steht bei uns GRÜNEN ganz im Zeichen der Wirtschaftspolitik. Die BDK im Herbst wird sich damit befassen, die Partei hat am vergangenen Wochenende (12./13.6.) einen Kongress mit dem Titel “Die neue GRÜNderzeit” veranstaltet und auch die grüne Bundestagsfraktion wird sich am 4. Juli dem Thema in einer Konferenz widmen. Mit zwei grünen WirtschaftsministerInnen in Hessen und Rheinland-Pfalz und dem grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg müssen Grüne jeden Tag “Wirtschaft gestalten”. Nicht zuletzt beschäftigt sich die Partei derzeit intensiv mit einem ganz heißen Wirtschaftsthema: TTIP und Freihandel.

Die GRÜNEN sind aber schon immer auch “Wirtschaftspartei”. Der Club of Rome hat vor mehr als 30 Jahren die “Grenzen des Wachstums” aufgezeigt und damit das Selbstverständnis der kapitalistischen Wirtschaftsordnung hinterfragt. Die Gründung der GRÜNEN geht auch auf diese Thesen zurück. Bis heute gibt es aber noch keine umfassende Antworten: Geht Wirtschaft ohne Wachstum? Braucht es ein anderes, grünes Wachstum? Was ist das überhaupt? Lässt sich der Ressourcenverbrauch vom Wachstum entkoppeln? (weiterlesen…)

Grüne Konferenz der Metropolregion in Fürth

Die Regionalplanung in Bayern vom Abstellgleis holen sowie Regional-, Naturraum- und Siedlungsentwicklung waren Themen der gut besuchten 17. Metropolregion Nürnberg Konferenz am 13. Juni in Fürth. Auf diesen regelmäßigen Treffen tauschen sich Grüne und grünnahe Mitglieder der Stadt- und Gemeinderäte und Kreistage über kommunale Themen aus, die von überörtlicher Bedeutung sind. 22 Rätinnen und Räte u.a. aus Lauf a. d. Pegnitz, Schwabach, Zirndorf, Nürnberg, Fürth und Erlangen trafen sich und entwickelten gemeinsame Vorgehensweisen. Vorher besichtigten sie das gemeinschaftliche Wohnprojekt „Anders Wohnen e.V.“, in dessen Räumlichkeiten die Tagung statt fand.

Als Referent nahm Prof. Dr. Manfred Miosga von der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth an der Konferenz teil. In seinem Vortrag bedauerte er, dass die „Landesplanung in Bayern in den letzten zehn Jahren aufs Abstellgleis geschoben“ worden sei und einen „herben Bedeutungsverlust“ erlitten habe. Zwar gebe es in der Metropolregion Nürnberg eine „verhaltene positive Entwicklung in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“, aber wie in ganz Bayern nehme die „scherenhafte Auseinanderentwicklung“ zwischen Kern- und Randregionen weiter zu. Auffällig ist ein verhältnismäßig hoher Flächenverbrauch in den ländlichen Gebieten mit Bevölkerungsschwund. Beispielsweise werden Gewerbegebiete ausgewiesen, für die kein Bedarf besteht.

Längst überfällig sei eine „Weichenstellung hin zu einem grundlegenden strukturellen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit“ durch die „Stärkung und eine andere Form der Landes- und Entwicklungsplanung“. Dafür steht ein großer Strauß von Instrumenten der Raumordnung und Regionalplanung zur Verfügung, die besser genutzt werden müssen, so die einhellige Meinung der Konferenz. Das gilt auch für die kommunale Wohnungspolitik: Bei der Schaffung von neuen Wohnungen sollten genossenschaftliche oder andere gemeinschaftliche Formen der Bewirtschaftung bevorzugt werden: Weg von Wohnraum als Spekulationsobjekt – hin zu mehr Gemeingut.

PM 18.06.2015: GRÜNE Metropolkonferenz – Regional-, Naturraum- und Siedlungsentwicklung in der Metropolregion